Immer öfter werden Akkus zu „Brandstiftern“

Im Vorjahr 20 Brände verursacht, Tendenz steigend

Man findet sie in Laptops, Handys, Werkzeugen und sogar in Kinderspielsachen: Im Schnitt 15 Akkus sind in jedem Haushalt zu finden. Je öfter sie zum Einsatz kommen und je leistungsstärker sie werden, desto häufiger lösen sie Brände aus. „20 solcher Akkubrände waren es im Vorjahr in OÖ“, weiß Günther Schwabegger, Mitglied der Geschäftsführung der Brandverhütungsstelle (BVS).

Das seien zwar nur zwei Prozent aller Brände, doch die Tendenz sei steigend. Um die Brandgefahr zu minimieren, arbeitet die BVS mit dem OÖ. Zivilschutz an einer Informationskampagne. Denn das Thema brauche Sensibilisierung, sagt Zivilschutzpräsident NR-Abg. Michael Hammer.

Und Wissen über Auslöser und Gefahren. Als Auslöser für Akkubrände nennt Schwabegger die falsche Ladung, die Belastung mit extremen Temperaturen und mechanische Beschädigungen. „Die Akkus sollten daher immer mit Original- geräten geladen werden, und das nicht in der Sonne oder zugedeckt. Weist der Akku Dellen, Wölbungen oder Verfärbungen auf, sollte er entsorgt werden“, sagt Schwabegger.

Richtiges Entsorgen

Und zwar richtig in den Alt- stoffsammelzentren. Dort wird auch recycelt. So sind etwa sind 75 Prozent der gängigen Lithium-Batterien und Lithium-Ionen-Akkus recycelbar, informiert Zivilschutz-Vizepräsident LAbg. Gottfried Hirz. Nach wie vor landen jedoch Batterien und Akkus im Restmüll — Brandgefährlich für die Entsorgungsfirmen, betont er. Dort kommt es immer wieder zu Bränden. Gefährlich sei auch, dass ein Fünftel der Geräte zudem in Wohnungen lagert, schätzen die Experten.

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