Gegner-Krise als Salzburg-Trumpf

EL: Sociedad läuft Form weit hinterher — Kühbauer: „Salzburg kann es schaffen“

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Bei der Generalprobe gegen Real Madrid (2:5) gab's für Xabier Prieto (l.) wie zuletzt so oft nichts zu holen.
Bei der Generalprobe gegen Real Madrid (2:5) gab's für Xabier Prieto (l.) wie zuletzt so oft nichts zu holen. © AFP/Bouys

Auf Rang 14 zurückgefallen. In den letzten zwölf Ligaspielen nur neun Punkte geholt. Im Cup gegen Drittligist Lleida ausgeschieden. Und die Generalprobe mit einem 2:5 bei Real Madrid verpatzt.

Ja, die aktuelle Form von Real Sociedad ist einer der Trümpfe von Österreichs Meister RB Salzburg im Sechzehntelfinale der Europa League mit dem Hinspiel am Donnerstag (19, live Puls 4). Die erneute Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb ist in weiter Ferne, auch, weil die Basken heuer schon 45 Gegentore kassiert haben — die drittschlechteste Bilanz in Spanien. Trainer Eusebio Sacristan steht allerdings nicht zur Diskussion. „Wir werden mit ihm weitermachen, haben viele schöne Dinge vor uns“, sagte Sportdirektor Lorenzo Juarros.

Gefährliche Offensive, aber der Torjäger fehlt

Aufpassen müssen die Salzburger auf die Offensivabteilung von „Txuri-Urdin“ (baskisch für Weiß-Blau). Mit 43 Treffern stellt man den viertbesten Angriff, in der Europa League erzielten die Mannen aus San Sebastian ebenfalls schon 16 Tore. Am Ende stand Platz zwei hinter St. Petersburg zu Buche. Aber: Torjäger Willian Jose fällt mit Mittelfußprellung aus. „Sociedad ist leichter Favorit, aber Salzburg kann das schaffen“, glaubt Didi Kühbauer, der von 1997 bis 2000 für Sociedad spielte. „Ich halte sie für ein bisschen stärker, aber Welten liegen da keine dazwischen.“

Auch Salzburg hat Personalsorgen: Valon Berisha (Muskelprobleme in der Hüfte) fällt ebenso aus, wie Christoph Leitgeb (Mittelhandbruch). Hannes Wolf, Duje Caleta-Car (beide zuletzt krank) und Andre Ramalho (Oberschenkelprobleme) sind fraglich, dafür ist Trainer Marco Rose nach überstandener Grippe wieder beim Team.