Pandemie-Passus in Verträgen: Gehaltsverlust bei Spielabsagen in der NBA

LeBron James (r.) und Caris LeVert © AFP/GETTY IMAGES/Harry How

Auch die beste Basketball-Liga der Welt pausiert derzeit auf unbestimmte Zeit, deshalb müssen nun rund 100 der bestbezahlten Angestellten der NBA einen 20-prozentigen Gehaltsverlust hinnehmen. Den Profis drohen hingegen erst bei einem Abbruch oder einer Verkürzung der Saison Gehaltseinbußen, da in den USA Pandemien in den entsprechenden Verträgen berücksichtigt sind.

So verliert jeder Spieler pro nicht ausgetragenem Match im Grunddurchgang 1/92,6 seines Jahresgehalts.

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Der Divisor 92,6 wurde aufgrund der 82 Spiele in der „regular season“, fünf Preseason-Partien sowie einer etwaigen Play-off-Teilnahme, die in der verwendeten Formel mit 5,6 Matches berücksichtigt wird, von der Spielergewerkschaft NBPA in den Verhandlungen mit den Klub-Eigentümern festgelegt.

Topverdiener Curry würde sieben Millionen verlieren

Im Falle von Topverdiener Stephen Curry (Bildmitte), dem die Golden State Warriors in dieser Saison ein Grundgehalt von exakt 40.231.758 US-Dollar (37,58 Mio. Euro) bezahlen, wären das bei einem kompletten Saisonabbruch 7.385.960 US-Dollar (6,90 Mio. Euro), weil das Team aus San Francisco erst 65 von 82 Grunddurchgangsspielen absolviert hat. Für Österreichs NBA-Pionier Jakob Pöltl, der 3.754.886 US-Dollar (3,51 Mio. Euro) kassiert, würde sich der Verlust auf 770.441 US-Dollar (rund 719.550 Euro) belaufen, da die San Antonio Spurs sogar noch 19 Matches in der „regular season“ offen haben.
Unabhängig von möglichen, vertraglich fixierten Gehaltseinbußen haben in der aktuellen Krise freilich viele Profis schon großzügig gespendet, um Betroffene (wie Mitarbeiter der Klubs) zu unterstützen.

Die NFL spendete bereits 35 Millionen Dollar

Das gilt auch für die National Football League (NFL), die nach eigenen Angaben inzwischen mehr als 35 Millionen Dollar (31,87 Mio. Euro) für von der Coronavirus-Pandemie betroffene Menschen gespendet hat. Das Geld kommt von Spielern, Besitzern, Teams sowie der NFL-Stiftung und geht an zahlreiche Hilfsorganisationen.

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