Geldhahn zu für Kirchen?

Die Oppositionsparteien im deutschen Bundestag machen Druck für einen Stopp der katholischer und protestantischer Kirche seit Jahrzehnten zufließenden Entschädigungszahlungen für frühere Enteignungen. Sie berufen sich auf eine im Grundgesetz festgeschrieben Auftrag, diese Leistungen irgendwann zu beenden.

Der Abgeordnete Konstantin von Notz (Grüne) erwartet zwar immense politische Vorarbeit, weil es um erhebliche Beträge gehe. Dennoch sei die Politik in der Pflicht, 100 Jahre nach der sogenannten Ablösungsverpflichtung „nun aktiv an Lösungen zu arbeiten“, sagte er der FAZ.

Der Steuerzahler ohne religiöse Bindung verstünden nicht, weshalb sie die Kirchen mitfinanzieren sollten, findet der FDP-Abgeordnete Stefan Ruppert.

Die Linken-Abgeordnete Christine Buchholz wiederum meint, „gerade in Zeiten einer größeren religiösen und weltanschaulichen Vielfalt muss diese Bevorzugung der großen christlichen Kirchen beendet werden“.

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