Gelungener Schäxpir-Auftakt

Matthias Hacker und Katharina Schraml in „Freiheit“ im Theater des Kindes
Matthias Hacker und Katharina Schraml in „Freiheit“ im Theater des Kindes © Kurt Hoerbst

Songs von Hans Söllner, eine Geschichte über Freiheit und viel Videomaterial sorgten gestern im ausverkauften Linzer Theater des Kindes für ein aufmerksames Publikum. Die Uraufführung des Stückes „Freiheit. Nichts ist freier als die Gedanken“ von Andreas Baumgartner, Holger Schober und Christian Schönfelder bildete den Auftakt zur 10. Ausgabe des Schäxpir-Festivals. Söllner war anwesend und zeigte sich angetan von der Umsetzung.

Immersiv, das ultimative Attribut aller Computerspiele, heißt in den Bann ziehen, so weit, dass die reale Welt verloren geht. Ein immersives Theaterstück stand gestern auch bei Schäxpir auf dem Programm: „Eine Sommernachtsmatrix“, eine Weiterentwicklung des einstigen Quotenhits „Ein Sommernachtstraum“, überarbeitet und in Szene gesetzt von Herrn Finnland und Frau Loefberg. Das Publikum wird in Gruppen geteilt, Spielort ist im Park der Bruckneruni. Es gilt, Stationen zu suchen, Hindernisse zu überwinden, hilfreiche Dinge zu sammeln. Hilfe gibt es im Login-Bereich.

Die original virtuelle Welt Shakespeares im Feenreich ist Ausgangspunkt des analogen Real-Life-(Computer)Spiels. Figuren aus dem Sommernachtstraum stellen Aufgaben, leiden allesamt an einem Problem — in die Sommernachtsmatrix haben sich Fehler eingeschlichen. Nur der/die Auserwählte hat die Macht, das böse Spiel zu beenden. Es gilt, ihn/sie zu finden. Ein abenteuerliches Unterfangen, Shakespeares vielschichtigstem Werk noch einige Schichten zu verpassen. Neugierde auf das Original wird geweckt, die Kundigen erleben Figuren und Szenen aus einer neuen Perspektive. 150 Minuten, die viel zu schnell vergehen — weil echt immersiv.

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Termine: „Ein Sommernachtstraum: 25. – 28. Juni
„Freiheit“: 25. – 27.6. (jeweils 19.30 Uhr), 26.6. (10 Uhr)

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