„Gemeinsam den Ort gestalten“

Jungen Bürgermeistern ist das Engagement der Jungen wichtig

Dem politischen Engagement stehe manchmal das Parteidenken im Weg, sagt Bürgermeister Michael Eibl aus Windischgarsten. Sein Anliegen daher: Die Jungen sollen sich engagieren.
Dem politischen Engagement stehe manchmal das Parteidenken im Weg, sagt Bürgermeister Michael Eibl aus Windischgarsten. Sein Anliegen daher: Die Jungen sollen sich engagieren. © privat

Der Jüngste ist Michael Eibl, der 24-Jährige ist seit dem Vorjahr Bürgermeister von Windischgarsten.

Die Jüngste heißt Bernadette Schöny, die nunmehr 28-Jährige ist als Bürgermeisterin seit 2020 für die Politik in Kaltenleutgeben (NÖ) verantwortlich. Die beiden sind zwei von 149 Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern in ganz Österreich, die laut Österreichischem Gemeindebund unter 40 Jahren alt sind, und sie sind die österreichweiten jüngsten Ortschefs.

Oberösterreich mischt bei den „Jungen“ stark mit: Mit 38 Bürgermeistern stellt man nach absoluten Zahlen die meisten unter 40-Jährigen. Prozentuell rangiert Oberösterreich mit 8,7 Prozent hinter Vorarlberg auf Platz zwei (9,4 Prozent).

Die jüngste Bürgermeisterin Oberösterreichs amtiert seit dem Frühjahr 2020 in Lembach im Mühlkreis: Die 31-jährige Nicole Leitenmüller ist wie ihr Windischgarstner Amtskollege Eibl von der ÖVP für die Bürgermeisterwahl nominiert worden.

Michael Eibl bilanziert sein erstes dreiviertel Jahr als Bürgermeister so: „Das Bürgermeisteramt kann sehr erfüllend sein. Besonders die bürgernahen, kommunikativen Aufgaben zählen zu den schönsten.“

Ein besonderes Anliegen ist es Eibl, dass sich auch junge Menschen für die Kommunalpolitik interessieren, denn es gehe darum, „gemeinsam den Ort zu gestalten“. Es sei wichtig, dass man sich engagiere, so der 24-Jährige.

In dieses Horn stößt auch seine Amtskollegin Schöny: „Klar ist: Man muss auch die Jungen ranlassen und lang eingesessene Kommunalpolitiker und -politikerinnen sollten auch den Mut haben, neue Ideen zuzulassen.“ Nur weil etwas vor Jahren nicht funktioniert habe „bedeutet das nicht, dass man es nicht einem anderen Zugang versuchen kann“, so Bürgermeisterin Schöny.

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