Gemeinsamer Weg in die Energiezukunft

Wärmestrategie und Wasserstoff-Manifest einstimmig in Linz beschlossen – Energiewende als Wirtschaftsimpuls

Der Start zu einer gemeinsamen Bund-Länder-Wärmestrategie sowie der Beschluss eines Wasserstoff-Manifests waren die wesentlichen Ergebnisse der Konferenz der Energielandesräte am Dienstag in Linz.

Mit einstimmigen Beschlüssen wurde „erfolgreich ein Kraftakt gesetzt“, um gemeinsam die Energiewende bis 2030 zu erreichen, zog Oberösterreichs Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner (ÖVP), Vorsitzender der Konferenz, zufrieden Bilanz.

Umweltministerin Leonore Gewessler (Grüne) unterstrich ebenfalls die Bedeutung des „Schulterschlusses“ mit den Ländern. Mit der jährlichen Klima-Milliarde stünden auch die notwendigen finanziellen Mittel für die Umstellung auf erneuerbare Wärme bereit.

In Linz sprachen sich alle Landespolitiker für die Erarbeitung einer bundesweit abgestimmten Umstiegsstrategie aus. Diese beinhaltet im Wesentlichen den Ausstieg aus Öl, Kohle und Gas bei der Wärmeversorgung von Gebäuden.

Konkret soll auf Bundesebene der rechtliche Rahmen entstehen, wie etwa die Regelungen für ein Ende von Ölheizungen oder die Förderung von thermischer Sanierung auszusehen haben.

Wasserstoff als Schlüssel

Um bis 2040 zur Klimaneutralität zu gelangen, komme man auch um die Schlüsseltechnologie Wasserstoff nicht herum, waren sich alle Konferenzteilnehmer einig. So wurde in dem Manifest festgehalten, dass der „grüne Wasserstoff“ dort zum Einsatz kommen soll, wo er „als Energieträger alternativlos ist“. Durch die Erklärung in Linz erhalte die bestehende Wasserstoff-Strategie des Bundes „Rückendeckung“, so die Ministerin. Es gelte etwa mit Unterstützung der Regierung Wasserstoffprojekte wie jenes der voestalpine zur Elektro-Stahlgewinnung zur Marktreife zu bringen, nannte sie als Schwerpunkt.

„Wir müssen dafür sorgen, dass die Klimaschutz-Maßnahmen nicht die Wettbewerbsfähigkeit unserer Betriebe gefährden“, ergänzte Achleitner. Gleichzeitig müssten die Chancen der Energiewende genutzt werden, hier sei Oberösterreich mit seinen vielen innovativen Unternehmen in den Bereichen Öko-Energie und Öko-Technologie Vorreiter und Profiteur von Investitionen in den Klimaschutz.

Eine intelligente Klimapolitik sei zugleich auch „Standortpolitik“, unterstrich auch der Staatssekretär im Umweltministerium, Magnus Brunner (ÖVP), die Bedeutung des Zusammenspiels „von erneuerbarer Energie und wettbewerbsfähiger Industrie“. Jetzt sei der richtige Moment, um in Wasserstoff als „zentraler Baustein für einen zukunftsfähigen Wirtschaftsstandort“ zu investieren.

Nicht umsonst fand die Konferenz auf dem Gelände der voestalpine statt. Der Linzer Konzern sei ein Vorzeigebetrieb und Technologie-Weltmarktführer, verwies Achleitner auf die Milliardeninvestitionen zur Reduktion von CO2-Emissionen oder den zukunftsträchtigen Weg zum Hybdrid-Stahlwerk.

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