Genussvolle Reise ins deutsche Barock

Ensemble Castor beschloss die Konzertreihe „Alte Musik im Schloss“

Das Saisonfinale der Reihe „Alte Musik im Schloss“ bestritt am Freitag im bestbesuchten Barocksaal das Ensemble Castor unter seiner Leiterin, der Stargeigerin Petra Samhaber-Eckhardt.

Es stand Barockmusik aus Deutschland am Programm mit Werken, die durch die Vermischung des deutschen Kontrapunktes mit Italien oder Frankreich stilistisch zwar wenig Signifikantes aufzeigen, dafür aber zu einer genussvollen Reise in die Herkunftsländer der Komponisten einluden.

Zu dem Stammensemble musizierten mit Samhaber-Eckhardt auf historischen Instrumenten Katharina Pöttinger (Violinen), Peter Aigner (Viola), Philipp Comploi (Violoncello) und Erich Traxler (Cembalo). Zu ihnen gesellten sich der vielgefragte Experte auf historischen Trompeten Franz Landlinger und als größte Überraschung der zum ersten Mal von Castor engagierte Bassist Reinhard Mayr, der mit seiner weich fließenden, für Alte Musik prädestinierten Samtstimme die Farbpalette der Barockmusik bereicherte.

Neben den großen Meistern Georg Philipp Telemann, gleich mit drei Werken vertreten, und Johann Sebastian Bach mit seinem A-Dur Cembalokonzert A-Dur BWV 1055, das Erich Traxler auf seinem Eigeninstrument souverän im Perlenlauf der Tasten interpretierte, waren auch Beiträge von den kaum bekannten Barockkomponisten des 17. bis 18. Jahrhunderts Rupert Ignaz Mayr, Johann Valentin Meder und Johann Theodor Roemhildt zu hören. Man jubelte lange für den mit „Jubiate Deo“ betitelten Abend.

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