Geplantes VW-Werk: Betriebsrat kritisch

Arbeitnehmer: Umnutzung besser als Neubau

Ein geplantes Volkswagen-Mehrmarkenwerk in Osteuropa hat den Betriebsrat des Autogiganten auf den Plan gerufen. Geprüft werden solle, ob statt einer Neuinvestition nicht die Umnutzung eines bestehenden Standorts vorzuziehen sei, forderte die Arbeitnehmerseite. Dies könne eines der Motorenwerke in Salzgitter, im polnischen Polkowice (Polkwitz) oder im ungarischen Györ sein. Der Volkswagen-Betriebsrat verlangte vor allem Fakten; die Kosten einer möglichen Neuinvestition sollten mit den Kosten für mögliche Auslastungsprobleme bei den Motorenwerken verglichen werden. Auch dürfe ein neues Werk kein reines Skoda-Werk werden, sondern markenübergreifend produzieren.

Nach Informationen aus gut informierten Kreisen soll die Entscheidung über ein neues Werk erst in der nächsten Planungsrunde des Volkswagen-Aufsichtsrats im November 2019 fallen. Als mögliche Standorte könnten Rumänien oder Bulgarien in Frage kommen.

Angesichts hoher Investitionen in Elektromobilität stehen die Motorenwerke besonders unter Druck. VW setzt wie die ganze Branche auf schneller zu bauende Elektroantriebe. Daher dürfte es zum Abbau von Beschäftigung kommen.