Geringere Steuerlast für Familien

Durchschnittsverdiener mit zwei Kindern zahlt 32 Prozent Abgaben

Was die Abgaben auf Arbeitseinkommen betrifft, gibt es in Österreich im OECD-Vergleich spürbare Unterschiede zwischen Durchschnittsverdienern ohne Kinder und mit Kindern.

47,3 Prozent an Lohnsteuer und Sozialabgaben — und damit 0,6 Punkt weniger als 2019 — entrichteten Kinderlose im Vorjahr, damit liegt Österreich im OECD-Ranking auf Platz drei. Führend ist Belgien mit 51,5 Prozent vor Deutschland mit 49 Prozent. Im OECD-Schnitt gab es einen leichten Rückgang auf 34,6 Prozent, teils wegen sinkender Durchschnittseinkommen im Krisenjahr.

Deutlich geringer ist die Steuerbelastung für Durchschnittsverdiener mit Kindern. Sie ist in Österreich von 33,7 auf 32 Prozent gesunken (Durchschnittsverdiener mit zwei Kindern). Das ist Rang 11 in der OECD. Den Rückgang führt die OECD u. a. auf Einmalzahlungen für Familien in der Corona-Krise zurück.

Grund für die insgesamt niedrigere Steuerlast der Familien sind vor allem Rückflüsse aus staatlichen Sozialleistungen wie der Familienbeihilfe, aber auch der 2019 eingeführte Steuerbonus für Kinder („Familienbonus“).

Für Durchschnittsverdiener macht die Lohn- und Einkommensteuer aber nicht einmal ein Viertel der Abgaben aus (11,4 Prozent). Der größte Teil der Abgaben wird von den Arbeitgebern direkt an die Sozialversicherung abgeführt (21,9 Prozent), weitere 14 Prozent bezahlen die Arbeitnehmer selbst. Sie finanzieren damit ihre Pensionsansprüche sowie Kranken- und Arbeitslosenversicherung.

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Die Reallöhne sind in Österreich abzüglich der Inflation im Vorjahr laut OECD-Schätzung um 0,7 Prozent gesunken.

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