Geruch führte Polizei zu riesiger Cannabis-Plantage

Haus voller Pflanzen — Blüten um 250.000 Euro gefunden

Ein verdächtiger Cannabisgeruch, der über einem vermeintlich leerstehenden Einfamilienhaus in Grünburg (Bez. Kirchdorf) hing, hat die Polizei zu einem Mega-Drogenfund geführt. Anfang April hatten die Beamten den duftenden Tipp erhalten.

Sie ermittelten, dass das Haus „besetzt“ wird und zwar von zwei illegal in Österreich aufhältigen Serben (38 und 41 Jahre alt) sowie einem Welser (28). Alle drei wurden bei einer Hausdurchsuchung angetroffen.

Stomleitung angezapft

Außerdem wurde eine höchst professionelle Cannabis-Aufzuchtanlage vorgefunden, die sich über das gesamte einstöckige Gebäude erstreckte.

Die Beschuldigten zweigten Strom ab, indem sie die Kellerwand aufstemmten und die Haushauptzuleitung anzapften. Durch das ganze Haus führten nicht nur Stromleitungen, sondern auch Entlüftungsschläuche, um den Cannabisgeruch und die Abluft über den Dachboden abzuleiten.

Für die Wasserversorgung der Pflanzen waren pro Stockwerk eine mehrere hundert Liter fassende Wasserfalttonne und eine Tauchpumpe im Einsatz.

880 Pflanzen gezogen

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Die Polizei geht davon aus, dass im Haus seit Februar 880 Pflanzen gezogen und geerntet wurden. 22,65 Kilo Cannabisblüten wurden sichergestellt, ein Teil war bereits zum Verkauf abgepackt. Ihr Straßenverkaufswert liegt bei rund 250.000 Euro. Die drei Männer wurden in die Justizanstalt Garsten eingeliefert.

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