Geschwindigkeitsexzesse auf Straßen in Niederösterreich

Auf Niederösterreichs Straßen sind in den vergangenen Tagen zahlreiche teils exzessive Geschwindigkeitsüberschreitungen registriert worden. Messungen waren nach Angaben der Landespolizeidirektion vom Freitag auf der Südautobahn (A2), Donauuferautobahn (A22) und auf der B27 im Höllental durchgeführt worden.

Auf der Richtungsfahrbahn Graz der A2 im Gemeindegebiet von Laxenburg (Bezirk Mödling) wurden der Bilanz zufolge in der Nacht auf Donnerstag 6.305 Fahrzeuge gemessen. Es gab 211 Überschreitungen der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h, von denen sechs mit 204 bis 239 km/h exzessiv waren.

Auf der Richtungsfahrbahn Hollabrunn der A22 im Gemeindegebiet von Langenzersdorf (Bezirk Korneuburg) fanden ebenfalls in der Nacht auf Donnerstag Radarmessungen statt, bei denen 5.884 Kfz erfasst wurden. Bei einer erlaubten Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h wurden 105 Überschreitungen festgestellt. Fünf waren laut Polizei exzessiv. Ein Fahrzeug war sogar mit 240 km/h unterwegs.

Fast ausschließlich Motorradfahrer zeichneten am Donnerstag für teils erhebliche Geschwindigkeitsübertretungen auf der bei Zweiradlenkern beliebten B27 im Höllental verantwortlich. Der Spitzenwert in einer Tempo-70-Zone im Gemeindegebiet von Schwarzau im Gebirge (Bezirk Neunkirchen) betrug 169 km/h. Es gab laut Polizei 16 exzessive Überschreitungen, beginnend mit 151 km/h, nur eine entfiel auf einen Pkw-Lenker. 840 Fahrzeuge waren gemessen und 222 Übertretungen festgestellt worden.

Einige Verkehrsteilnehmer seien offenbar wieder zur ihrer „alten Normalität“ zurückgekehrt und würden die Straße als rechtsfreie Zone ansehen, reagierte der Leiter der Landesverkehrsabteilung Niederösterreich, Brigadier Ferdinand Zuser, auf die jüngsten Zahlen. Im Höllental seien insbesondere Radfahrer „in hohem Maße gefährdet“ worden. Zuser kündigte an, dass die Polizei „im Rahmen ihrer Möglichkeiten“ den Geschwindigkeitsexzessen begegnen werde.

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