Gesichtetes Känguru könnte im Mühlviertel Dauergast werden

Das Känguru, das am Samstag in Kirchschlag (Bezirk Urfahr-Umgebung) für ungläubige Blicke gesorgt hat, könnte laut Expertin im Mühlviertel auch zum Dauergast werden. Nachdem auch ein Video des Tieres in einem sozialen Netzwerk aufgetaucht war, sichtete Zoologin Daniela Artmann am Sonntag für die APA das Bildmaterial. „Es dürfte ein Bennett-Känguru sein, die halten kühle Temperaturen gut aus.“

Demnach müsse man das Tier auch nicht zwingend einfangen, da es sich bei Frost und Kälte selber einen geeigneten Unterschlupf suchen würde. Die Zoologin, die selber im Tierpark Schmiding in Krenglbach (Bezirk Wels-Land) einige dieser hüpfenden Zeitgenossen betreut, spricht hier aus Erfahrung. „Auch im Winter brauchen sie keine Heizung“. Sollte das herrenlose Känguru bis zum Winter noch im Mühlviertel sein, würde eine Futterkrippe wie für Rehe für den Pflanzenfresser genügen.

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Spaziergänger müssten vor dem Bennett-Springer auch keine Angst haben. Anders als Riesenkängurus, deren Begegnung mitunter lebensbedrohlich für Menschen sein kann, sei die im Mühlviertel gesichtete Art harmlos. Das Tier habe zwar einen natürlichen Fluchtinstinkt, wenn es aus einer privaten Haltung stamme und den Menschen gewöhnt ist, könne es möglicherweise aber auch für Streicheleinheiten zugänglich sein. Für eine private Haltung bedürfe es in Österreich aber einer Genehmigung, so die Expertin.

„Es häufen sich die Sichtungen, die Leute rufen bei uns an“, meinte ein Polizist der Inspektion Hellmonsödt am Sonntag auf APA-Nachfrage. An ein Einfangen sei vorerst aber nicht gedacht. Man betrachte die Angelegenheit aktuell „wie einen entlaufenen Hund.“ Den möglichen Besitzer will man aber, wenn es geht, ausfindig machen.