Gewessler: 750 Mio. Euro für thermische Sanierungen und saubere Heizungen

Man dürfe angesichts der Coronakrise „die große Krise, die uns noch bevorsteht, nämlich die Klimakrise“ nicht vergessen, sagte Umweltministerin Leonore Gewessler (Grüne) am Freitag bei einer Pressekonferenz und kündigte umfassende Umweltschutzinvestitionen an, die gleichzeitig auch Arbeitsplätze schaffen sollen.

Derzeit werde das Umweltförderungsgesetz überarbeitet und bald in Begutachtung geschickt, so Gewessler. Man werde in den nächsten zwei Jahren 750 Mio. Euro für thermische Sanierungen und einen Umstieg auf saubere Heizungen zur Verfügung stellen, sagte die Ministerin.

Ab 2021 sollen alleine 200 Mio. Euro für den „Raus-aus-Öl-Bonus“ ausgegeben werden, damit alte Öl- und Gasheizungen durch umweltfreundlichere Heizungen ersetzt werden. Der Austausch werde durch lokale Installateurbetriebe erfolgen, das sichere auch Arbeitsplätze.

2021 werde man 100 Mio. Euro und 2022 dann 150 Mio. Euro für ein Förderprogramm für die thermische Gebäudesanierung und eine Sonderförderung zur Dekarbonisierung zur Verfügung stellen. Auch da sollen die Aufträge an lokale Firmen gehen.

Rechtliche Barrieren im Wohn- und Mietrecht sollen möglichst rasch abgebaut und weitere steuerliche Anreize für entsprechende Investitionstätigkeiten gegeben werden, so die Ministerin. Schon heuer soll ein Haftungsrahmen für Energie-Contracting (50 Mio. Euro im Jahr 2020) geschaffen werden.

Darüber hinaus sollen in den Jahren 2021/2022 je 50 Mio. Euro an „energiearme“ Haushalte fließen.

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