Glänzende Zeiten

Glanz & Glitzer machen sich nicht nur auf den internationalen Laufstegen gut. Auch im Alltag darf und soll diesen Sommer mit dem eigenen Outfit „geglänzt“ werden. Umsetzungsvarianten dazu gibt es viele ... Und wenn dann noch raffinierte Drapierungen dazu kommen, ist ein weiterer Trend dieser Saison perfekt umgesetzt.

Oscar De La Renta © AFP/Vlasic

Erinnern Sie sich noch an die Disco-Ära der 1970er-Jahre? Eindrucksvolle Filme und Bilder davon gibt es ja immer wieder und eines fällt dabei auf: Zurückhaltende Outfits waren in den Clubs und Discos der damaligen Szene nicht angesagt. Mit farbigen Satinhosen, glänzenden Metallicoberflächen auf Tops & Kleidern und glitzernden Pailletten-Overalls beeindruckte damals so manche Dancing Queen.

Jetzt gehört Glanz und Schimmer zu den absoluten Alltagsmodetrends. Es glänzt, wohin das Auge blickt. Seide, Satin und Jacquard reflektieren edel das Tageslicht — in der warmen Jahreszeit am besten in hellen, dezenten Silber- und Nudetönen. Auch Weiß schimmert trendig im Sommerlicht. Modemutigere wagen sich auch tagsüber an kräftige Glanz-Highlights in Pink, Rot oder Orange.

Satinblazer oder –hosen in Knallfarben sind jetzt genauso ein Modestatement wie Jumpsuits oder Midiröcke in starken Glanzfarben. Dabei muss es ja nicht gleich der Farbflash von Kopf bis Fuß sein. In Kombination mit gedeckten Tönen entsteht ein modisch-edler Büro- oder Alltagslook.Für den großen Wow-Effekt greift Frau diese Saison allerdings

noch tiefer in die Glitzerkiste: Das extravagante Lameé-Kleid, die coole Glitzerhose oder gar der alles überstrahlende Pailletten-Hosenanzug lassen jeden Anlass zum großen Auftritt werden. Wer für den Alltag nur ein klein wenig Schimmer im Outfit unterbringen möchte, greift zu glänzenden Accessoires wie Schuhen, Gürtel oder Taschen im Metalliclook.

Ganz schön raffiniert

Kunstvoll geknotete Kleider, Oberteile und Röcke, die aussehen, als ob sie direkt am Körper der Trägerin entworfen und drapiert worden wären, sind ein weiteres Modehighlight dieses Frühlings und Sommers. Die Frau als Göttin inszeniert– dagegen ist wahrlich nichts zu sagen. Die Teile werden dabei – je nach Lust und Laune — in kräftiger Farbe oder dezenten Steintönen gewählt.

Kleider, die mit viel Stoff zu einer Art römischer Tunika verarbeitet werden, setzen durch sexy Cut Outs und tiefe Ausschnitte einen aufregenden Gegenpol zum Stoffvolumen. Auch Asymmetrie spielt bei diesem Trend eine große Rolle: One-Shoulder-Dresses setzen sich mit nur einem Ärmel in Szene, Kleider, Röcke und Oberteile spielen mit schrägen, verschieden langen Abschlüssen. Die Schnitte sind oft minimalistisch gehalten, die Drapierung dafür umso raffinierter. Dabei macht die Lust an Gewickeltem nicht bei Kleidungsstücken halt, auch an Accessoires wie Schuhen oder Handtaschen sind in dieser Saison die extravaganten Wickeldetails zu finden.

Weniger dick aufgetragen, aber ebenso feminin wirken Blusen mit Wickel- und Drapéeffekt. Auch das schlichte Sommertop wird im Handumdrehen durch raffinierte Ausschnittdrapierungen zum Eyecatcher.

Übrigens: Mit dem DIY-, also selbst gemachten Couture-Knoten am unteren Saum des T-Shirts oder aus den zwei unteren Zipfeln des weißen Blusenhemdes liegt man jetzt ebenso im Trend.

Wie ist Ihre Meinung?