„Gmunden soll wieder zum Theater-Hotspot werden“

Salzkammergut Festwochen Gmunden 2022 mit Schnitzler-Schwerpunkt

Ursula Strauss und Ernst Molden präsentieren in Ohlsdorf ihr gemeinsames Album.
Ursula Strauss und Ernst Molden präsentieren in Ohlsdorf ihr gemeinsames Album. © Daniela Matejschek

„Das Festival soll neu, frech, offen und innovativ werden und gleichzeitig an die historische Blütezeit des Theaters anschließen.“ Die Rede ist von den Salzkammergut Festwochen Gmunden.

All zu viel will der künstlerische Leiter Christian Hieke jedoch noch nicht verraten. Aber, dass die ehemalige Burgtheaterdirektorin Karin Bergmann im Sommer 2022 ein neues Kapitel bei den Salzkammergut Festwochen Gmunden aufschlagen wird, das ist bereits fix.

Rechtzeitig zum 150-jährigen Jubiläum des Stadttheaters will sie Gmunden wieder zu einem Produktionsstandort werden lassen. „Ein Ensemble von Künstlerinnen und Künstlern soll die Stadt in eine Bühne verwandeln und mit Klassikern wie Novitäten ein neugieriges Publikum anlocken. Gmunden soll wieder zum Theater-Hotspot werden. Frech und divers, poetisch und kontroversiell – und vor allem aktuell“, sagt Bergmann.

Erotische Dialoge und Sesserl wechsel dich

Schon vor 125 Jahren brachte er Schwung und Aufregung nach Gmunden und auch 2022 wird es von den Salzkammergut Festwochen ins Zentrum gerückt: Arthur Schnitzler.

Bereits am 20. Mai (im ALFA Laakirchen) startet die Auseinandersetzung mit Schnitzlers Werk. Eines seiner berühmtesten und erfolgreichsten Werke, der „Reigen“, das aufgrund der zehn erotischen Dialoge in den 1920er Jahren einen Skandal auslöste, wird als „Drama mit Musik“ von Franui gemeinsam mit den Burgtheaterstars Regina Fritsch und Sven-Eric Bechtolf aufgeführt.

Auf zwölf Stühlen sitzen und spielen die Musikerinnen und Musiker und die beiden Schauspieler, wobei ein Abend zwischen allen Stühlen und in einem eigenen Format entsteht: kein Konzert, keine Lesung, keine Theateraufführung, kein Musiktheater, kein Hörspiel – und doch von allem etwas.

„Unser Grundgedanke ist es, neben herausragender Musikvielfalt und renommierten Stars der Musik- und Theaterwelt mit neuen Formaten und zeitgenössischem Programm zu punkten“, betont Hieke.

Fest steht bereits, dass im Frühjahr die Festwochen Ursula Strauss und Ernst Molden mit ihrem Debütalbum „wüdnis“ ins Salzkammergut holen. Ruppig, doch voll Zärtlichkeit und Schmäh sind die Lieder, die Molden für Strauss geschrieben hat und die die beiden, begleitet von der Gitarre, präsentieren. Stattfinden wird der musikalische Abend am 30. April 2022 im Mezzo in Ohlsdorf.

Auch dem Nachwuchs wollen die Salzkammergut Festwochen vermehrt eine Bühne bieten. Die bereits für vergangenes Jahr geplante Zusammenarbeit mit der Linzer Anton Bruckner Privatuniversität startet am 6. Mai ebenfalls in Ohlsdorf.

Studierende der Bruckneruni aus verschiedenen Ländern werden unter der Leitung von Sabine Nova Mendelssohns „Sommernachtstraum“ und „Sommernacht“ von Othmar Schoeck spielen. Schauspieler Dominik Maringer („M – Eine Stadt sucht einen Mörder“) wird dabei Shakespeares Klassiker rezitieren.

Veranstaltungstickets online via Homepage www.festwochen-gmunden.at, schriftlich unter karten@festwochen-gmunden.at oder telefonisch unter 07612 /70630-14

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