Gold! Es war der Tag des Vincent Kriechmayr

Der große Favorit trotzte dem Druck und der Kurssetzung und feierte (bisher) größten Sieg

FB
Video
Ich möchte eingebundene Social Media Inhalte sehen. Hierbei werden personenbezogene Daten (IP-Adresse o.ä.) übertragen. Diese Einstellung kann jederzeit mit Wirkung für die Zukunft in der Datenschutzerklärung oder unter dem Menüpunkt Cookies geändert werden.

Erstes Herren-Rennen, erstes Gold. Die rot-weiß-rote Medaillenbank bei der Ski-WM in Cortina d’Ampezzo namens Super-G hielt, was sie im Vorfeld versprochen hatte.

Topfavorit Vincent Kriechmayr krönte sich zum Weltmeister und machte damit seinen WM-Medaillensatz komplett. Vor zwei Jahren hatte er ja in Aare Silber (Super-G) und Bronze (Abfahrt) geholt.

Der Oberösterreicher setzte sich in 1:19,41 Minuten knapp vor Romed Baumann (D, +0,07) und Alexis Pinturault (FRA, 0,38) durch. Olympiasieger Matthias Mayer musste sich mit Rang sechs zufrieden geben, Christian Walder und Max Franz (alle Ö) sahen hingegen nicht das Ziel.

Ein Schicksal, das sie mit vielen anderen Athleten teilten. Letztlich kamen nur 34 (von 56 gestarteten) in die Wertung. Mit Walder, Loic Meillard und Mitfavorit Mauro Caviezel erwischte es gleich die ersten drei Läufer nach dem Sprung zwischen erster und zweiter Zwischenzeit.

Etliche andere folgten, weitere verloren dort zu viel Zeit. „Ich habe mir die Startnummern 1, 2, 3 angeschaut, alle raus. Das war keine einfache Situation“, gestand Kriechmayr im ORF-Interview.

100 Meter im Drift: „Noch nie im Leben so gefahren“

Die er dann so meisterte: „Ich habe beim Sprung schon angestellt. Das waren 100 Meter Drift — bin ich noch nie so im Leben gefahren.“ Im Ziel wusste der 29-Jährige dann seine Fahrt auch nicht wirklich einzuschätzen. „Das macht den Sport aus, dass man im Super-G hin und wieder improvisieren muss. Ich war heilfroh, dass ich es so gut überstanden habe“, erzählte Kriechmayr.

Letztlich war es sein großer Tag, es reichte zum Titel, wenngleich ihn Baumann noch einmal gehörig ins Schwitzen brachte. Sieben Hundertstel oder umgerechnet 1,83 Meter trennten die beiden. „Ich habe gewusst, dass es genau seine Verhältnisse unten sind“, atmete der Athlet von TVN Wels tief durch.

Vorgänger Hannes Trinkl gratulierte: „Weltklasse“

So, wie das einst auch sein oberösterreichischer Vorgänger als Alpin-Weltmeister, Hannes Trinkl, tun musste. Am 7. Februar 2001 brauste ein gewisser Florian Florian Eckert (D) mit Startnummer 25 noch zu Bronze hinter Trinkl und Hermann Maier. „Ich hab eine Riesenfreude, das war gewaltig. Als Favorit einen so schwierigen Super-G zu gewinnen, das ist Weltklasse“, gratulierte Trinkl, in Cortina ja wieder FIS-Renndirektor, via VOLKSBLATT.

Persönlich will er das in den nächsten Tagen „in aller Ruhe“ machen. Am Donnerstag kam er erst um 19 Uhr vom Berg, wurde doch gleich im Anschluss an den Super-G für das heutige erste Abfahrtstraining umgebaut.

Wie ist Ihre Meinung?