Gold im Gepäck soll auch Doppel-Sitzer beflügeln

Rodeln: Für das Duo Penz/Fischler ist eine Medaille das erklärte Ziel

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Das Duo Penz/Fischler will es im Rennen unter den olympischen ringen bessser machen, als Birgit Platzer (kl. Bild), die schwer zu Sturz kam, Gott sei Dank aber unverletzt blieb.
Das Duo Penz/Fischler will es im Rennen unter den olympischen ringen bessser machen, als Birgit Platzer, die schwer zu Sturz kam, Gott sei Dank aber unverletzt blieb. © AFP/Ralston

Olympiasieger David Gleirscher ist beim Doppelsitzer-Bewerb der Rodler am Mittwoch (ab 12.20) nur Zuschauer. Trotzdem hätte er an einer weiteren österreichischen Medaille wohl großen Anteil, indem er mit seiner Goldenen einiges an Druck vom ÖRV-Team nahm. „Ich hoffe, dass da ein Ruck durch das ganze Team geht. Speziell für die Doppelsitzer ist einmal ein bisserl der Druck weg, dass eine Medaille her muss. Ich hoffe, dass ich ihnen da jetzt ein bisserl einen Motivationsschub mitgebe“, sagte der 23-Jährige. Die Duos Peter Penz/Georg Fischler und Thomas Steu/Lorenz Koller stürzen sich am Mittwoch für Österreich in den Eiskanal. Vor allem Erstere haben Edelmetall klar im Visier: „Eine Medaille ist auf jeden Fall das Ziel“, sagte Fischler, der überzeugt ist, neben dem psychologischen Vorteil auch anderweitig vom Einzel-Bewerb zu profitieren. „Wir konnten schon sehen, wie sie das Material abstimmen.“

Die ersten Trainingsdurchgänge waren für die Routiniers von Freund und Leid gekennzeichnet. Erst hatten die beiden Bestzeit markiert, im zweiten Testlauf folgte ein Sturz.

David Gleirscher genießt ungewohntes Rampenlicht

Steu/Koller schafften es auf die vielversprechenden Ränge zwei und fünf. „Wir sind zum Glück keine Favoriten. Das ist ganz fein“, konnte sich Steu mit der Rolle des gefährlichen Außenseiters gut anfreunden.

Olympiasieger Gleirscher genoss auch am Tag nach seinem großen Triumph das Gold um seinen Hals und den ungewöhnlichen Rummel um seine Person. „Es ist jetzt einmal lässig, weil wir haben das normalerweise nicht so“, grinste Gleirscher, der auch im Teambewerb an den Start gehen wird. „Ich glaube, dass da auch noch ziemlich viel möglich ist“, sagte der Tiroler, der den Triumph nach einer Nacht schon besser realisiert hat: „Langsam kapiere ich das Ganze schon.“

Schwarzer Tag für Birgit Platzer

Für Rodlerin Birgit Platzer ging nahezu alles schief, was überhaupt schiefgehen konnte. Schon der erste Lauf im Damen-Einzel war völlig verkorkst, bereits beim Start patzte die Oberösterreicherin erstmals. Im zweiten Durchgang stürzte sie dann auch noch spektakulär, kam aber Gott sei Dank unverletzt davon. Hannah Prock liegt auf Rang zwölf, Madeleine Egle auf Platz 13. Vor den Entscheidungsläufen am Dienstag führt Natalie Geisenberger (D).