Goldhändchen: Die Runde der Joker

2. Liga: Sechs der sieben Tore der OÖ-Klubs erzielt — Nur Ried punktelos

Stürmer Okan Yilmaz (r.) verdoppelte seine magere Torausbeute beim 2:0-Sieg von Vorwärts Steyr über Amstetten.
Stürmer Okan Yilmaz (r.) verdoppelte seine magere Torausbeute beim 2:0-Sieg von Vorwärts Steyr über Amstetten. © Gepa

Natürlich sind die Chancen nach der Corona-Pause für die Trainer dank fünf Wechsel gestiegen, den Matchwinner auf den Platz zu schicken.

Aber in Runde 23 der 2. Fußall-Liga drückten die Joker der OÖ-Klubs dem Spiel einen besonders dicken Stempel auf.

Schauplatz Steyr

Im strömenden Regen konnte Vorwärts den 2:0-Sieg über Amstetten mit der Welle vor sechs glücklichen Fans dank Okan Yilmaz feiern. Der 22-Jährige kam zur Pause und sorgte im Alleingang für den Erfolg (53., 81.). „Er ist ein Arbeiter, ein dankbarer Spieler“, freute sich Steyr-Trainer Willi Wahlmüller mit seinem Stürmer, der damit vielleicht auch das „Problem mit der Torquote“ (jetzt vier Treffer) endgültig behoben hat.

Rohdiamant wirbelte

Schauplatz Linz

Auf der Gugl sah der FC Blau Weiß Linz in Überzahl nach dem 2:1 (77.) durch den fünf Minuten zuvor eingewechselten Oliver Filip wie der Sieger aus. Aber Juniors-Joker Patrick Plojer sorgte mit der letzten Aktion des Spiels für den Ausgleich (95.). Davor kam mit Routinier Rene Gartler auch der Schütze zum 1:1 (66./Elfer) von der Bank. Beide Male kam der Assist von Ibrahima Drame. Der 18-jährige Senegalese (Eintausch 58.) beeindruckte mit unglaublichem Tempo. „Er hat sehr gute Anlagen und könnte sich mittelfristig beim LASK durchsetzen“, lobte Trainer Gerald Scheiblehner den Kooperationsspieler, der nach Verletzungsproblemen erst vor zwei Wochen beim Bundesliga-Team ins Training eingestiegen war.

„Nicht viel nachdenken“

Schauplatz Ried

Mit Bernd Gschweidl traf auch für die Innviertler ein Joker (63./1:2), die Punkte nahmen aber die Young Violets mit (1:3). Damit liegt der Tabellenführer nur noch zwei Punkte vor Klagenfurt (2:0 in Lustenau). „Wir dürfen nicht lange über die Niederlage nachdenken. Am Dienstag (Juniors OÖ/Anm.) folgt Gott sei Dank schon das nächste Spiel“, meinte Flügelspieler Manuel Kerhe.

Von Tobias Hörtenhuber

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