GPA erneuert Forderung nach Maskenpause – WKÖ lehnt ab

Die Gewerkschaft GPA-djp fordert angesichts der Coronapandemie erneut eine bezahlte Pause im Handel nach zwei Stunden Arbeit mit Mund-Nasen-Schutzmaske. Wirtschaftskammer, Handelsverband und Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) sind gegen eine bezahlte Maskenpause, SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner unterstützt die Gewerkschaftsforderung.

“Eine bezahlte Maskenpause, welche die hohe Arbeitsbelastung der Beschäftigten etwas abmildert und Zeit zur Regeneration gibt, haben sich die Beschäftigten mehr als verdient”, so der Vorsitzende des GPA-djp-Wirtschaftsbereichs Handel, Martin Müllauer, am Freitag in einer Aussendung.

Eine bezahlte Maskenpause würde den Supermarktketten nach Schätzungen der Wirtschaftskammer eine zweistellige Millionensumme kosten. “Wir haben das durchgerechnet, es würde den Lebensmittelhandel 20 Mio. Euro im Jahr kosten”, sagte WKÖ-Handelsobmann Rainer Trefelik der Tageszeitung “Österreich” (Freitagsausgabe). Es sei für die Beschäftigten eine schwierige Situation, aber die finanzielle Mehrbelastung gehe sich nicht aus. Plexiglas-Abtrennungen und ruhigere Momente würden immer wieder kurzes Abnehmen der Masken ermöglichen, so der Handelsobmann.

Die Gewerkschaft kann die Maskenpausen-Kostenberechnung der Wirtschaftskammer nicht nachvollziehen und fordert eine Offenlegung der Berechnungsmethode. “Einberechnen muss man auch, dass die Erholung der Betroffenen sowohl die Motivation als auch die Produktivität erhöht”, sagte der Gewerkschaftsvertreter.

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