Gratulation, oides Haus!

Gmunden feierte 150 Jahre Stadttheater und Festwochen-Auftakt

Feierte das ehrwürdige Stadttheater mit einem großartigen Monolog und beging am selben Tag 79. Geburtstag: Klaus Maria Brandauer.
Feierte das ehrwürdige Stadttheater mit einem großartigen Monolog und beging am selben Tag 79. Geburtstag: Klaus Maria Brandauer. © Rudi Gigler

Eine Vielzahl an Höhepunkten bot der Festakt am Mittwochabend, der gleichzeitig den Auftakt zu den diesjährigen Salzkammergut Festwochen Gmunden bildete. Eingebunden war als Premiere der erstmalige Auftritt des neu gegründeten Ensembles der Salzkammergut Festwochen.

Die aus drei Mitgliedern des Minetti Quartetts samt eng vertrauten Kollegen — allesamt mit regionalem Bezug — geformte Besetzung überzeugte sofort mit homogenem, fein differenziertem Klang.

Und das bei drei anspruchsvollen Stücken der Streichsextett-Literatur. Als Auftakt das Sextett aus Richard Strauss‘ Spätwerk „Cappriccio“, dramaturgisch passend zum Anlass des Abends.

Nach den erfreulich kurzweiligen Grußworten der Festivalmacher und Vertreter von Stadt und Land erklang das „Intermezzo“ aus dem op. 36 von Johannes Brahms, sehr innig und beseelt musiziert, von der Primaria Maria Ehmer kompetent geführt.

Es brillierten Brandauer und ein neues Ensemble

Danach stand das ehrwürdige Haus selbst im Mittelpunkt. Mit dem ideal passenden Text, dem „Vorspiel auf dem Theater“ von Johann Wolfgang von Goethe brillierte niemand Geringerer als Klaus Maria Brandauer, der just am selben Tag Geburtstag, den 79., feierte. Mit der ihm eigenen Sprachqualität nahm er sofort das Publikum im übervollen Haus gefangen und der knapp 20-minütige Monolog verging wie im Flug.

Ein wunderbarer Kontrast die darauf folgenden „Gedanken zum Jubiläum“, verfasst und eloquent vorgetragen von Karin Bergmann, der früheren Burgtheater Direktorin. Ein toller Schachzug, die Grand Dame des Theaters als Schauspiel-Chefin zu den Festwochen geholt zu haben, ein Gewinn für Gmunden und Oberösterreich.

Mit dem Finale aus dem Sextett, das Erich Wolfgang Korngold als 19-Jähriger komponierte, virtuose spätromantische Musik brillant serviert, fand die großartige Gala ihren heftig beklatschten Abschluss und machte quasi „Lust auf Mehr“, nämlich auf das neue Ensemble mit einem eigenen Programm und das äußerst klug und vielfältig konzipierte Angebot der gesamten Salzkammergut Festwochen.

www.festwochen-gmunden.at

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