Grenzöffnung: Deutschland will Reisewarnung für Drittstaaten verlängern

Die deutsche Regierung will die Reisewarnung für Touristen für Drittstaaten außerhalb Europas prinzipiell bis zum 31. August verlängern – aber Ausnahmen für Staaten machen, in denen das Corona-Infektionsgeschehen weitgehend unter Kontrolle ist.

Das Auswärtige Amt und das Innenministerium einigen sich nach Informationen von Reuters aus Regierungskreisen am Dienstag darauf, von Kreuzfahrten weiter dringend abzuraten. Das deutsche Bundeskabinett soll der Regelung am Mittwoch zustimmen.

Bisher gilt die Reisewarnung des Auswärtigen Amtes für Drittstaaten bis zum 15. Juni. Dann werden die Beschränkungen innerhalb der EU aufgehoben. Bis zum 1. Juli soll im Schengenraum wieder völlige Reisefreiheit bestehen, dann sollen auch die letzten Quarantänebestimmungen für Reisende aus diesen Ländern aufgehoben werden.

Für Drittstaaten sieht die Lage aber anders aus. In der deutschen Regierung wird darauf verwiesen, dass die Lage in vielen Staaten weltweit völlig unterschiedlich sei. Dies betreffe sowohl die Corona-Infektionszahlen, Hygieneregeln, Testkapazitäten, die Transparenz über das Infektionsgeschehen in verschiedenen Landesteilen als auch die Kapazitäten des Gesundheitssystems und Möglichkeiten der Rückreise.

Deshalb soll nach dem 1. Juli individuell geprüft werden, für welche Staaten die Reisewarnung aufgehoben werden kann. Dies hängt auch mit möglichen Quarantänebestimmungen für die Einreise von Touristen in diesen Ländern zusammen. Zuerst hatte der „Spiegel“ über die Grundsatzeinigung zwischen Außen- und Innenministerium berichtet.

Die Europäische Union hatte vergangenen Freitag beschlossen, ab Juli die Reisebeschränkungen für Länder außerhalb der Staaten-Gemeinschaft schrittweise abbauen.

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