Grenzöffnung: Griechenland erlaubt Reisen nach Italien ab Juli

Griechenland hebt ab Anfang Juli alle Reisebeschränkungen gegenüber Italien auf. Dies berichtete der italienische Außenminister Luigi Di Maio am Dienstag bei einer Pressekonferenz nach einem Treffen mit seinem griechischen Amtskollegen Nikos Dendias in Athen.

Bis Ende Juni werden noch keine Reisen in die norditalienischen Regionen Emilia Romagna, Lombardei, Piemont und Venetien erlaubt. Wenn ein Flugzeug aus den vom Coronavirus schwer betroffenen norditalienischen Regionen in Griechenland landet, müssen die Passagiere einem Covid-19-Test unterzogen werden.

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Wenn der italienische Passagier negativ getestet wurde, muss er sich einer siebentägigen Selbstquarantäne unterziehen. Sollte der Passagier positiv sein, dauert die Quarantäne zwei Wochen. Die Maßnahme, die vorerst bis Ende Juni in Kraft bleibt, betrifft Passagiere aus den norditalienischen Regionen Emilia Romagna, Lombardei, Piemont und Venetien. Ab Anfang Juli sollen diese Beschränkungen komplett aufgehoben werden, hieß es in Athen.

„Die epidemiologischen Zahlen in Italien sind wesentlich besser geworden, wie mich Minister Di Maio informiert hat“, sagte Dendias bei der Pressekonferenz in Italien. Di Maio betonte, dass in der EU „gemeinsame Region in Sachen Mobilität“ notwendig seien. Nur so könne man eine Fragmentierung des touristischen Markts verhindern. „Abkommen zwischen einzelnen EU-Ländern sind nicht die Lösung“, warnte Di Maio.

Im Zentrum von Rom kam es unterdessen zu einem Protest der Reiseführer, die wegen des ausbleibenden Tourismus in Italien schwere Einbußen erlitten haben. „Ohne Tourismus stirbt Italien“, hieß es bei dem Flashmob vor dem Pantheon. Die Reiseführer trugen alle einen weißen Regenschirm. Sie bemängelten, bisher unzulängliche Stützungsmaßnahmen von der Regierung erhalten zu haben.

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