Grenzöffnung: Italien gegen Einreise von Menschen aus Nicht-EU-Staaten

Italiens Außenminister Luigi Di Maio © AFP/Fabi

Italien will die Einreise von Ausländern aus Staaten außerhalb des EU-Raums auch nach dem 15. Juni nicht erlauben. „Unsere Pflicht ist, das Leben und die Gesundheit unserer Bürger zu schützen“, sagte der italienische Außenminister Luigi Di Maio im Interview mit dem am Donnerstagabend von „Rete 4“ gesenden TV-Programm „Stasera Italia“.

Zugleich bemühe sich Italien um Reisefreiheit in Europa ab dem 15. Juni.

„Frankreich und Deutschland haben mir versichert, dass sie ab dem 15. Juni Reisefreiheit für europäische Bürger garantieren werden“, sagte Di Maio, der am Mittwoch seinen französischen Amtskollegen Jean-Yves Le Drian getroffen hat. Am heutigen Freitag wird Di Maio in Berlin erwartet, wo er mit dem deutschen Außenminister Heiko Maas spricht.

Er hoffe, auch Österreich zur Öffnung der Grenzen nach Italien zu überzeugen. „Österreich hat keine Bedenken bezüglich Italiens (als ganzem, Anm.), sondern nur bezüglich einiger Regionen. Wir werden diese Bedenken aufgrund von Daten zerstreuen“, versicherte Di Maio.

Allerdings ist vorerst keine Reise des Außenministers nach Österreich geplant, hieß es auf APA-Anfrage aus dem italienischen Außenministerium. Er sei mit seinem Amtskollegen Alexander Schallenberg (ÖVP) in telefonischem Kontakt.

Am Mittwoch hatte die Bundesregierung in Wien angekündigt, dass die Kontrollen mit allen Nachbarländern außer Italien mit Donnerstag aufgehoben werden. Dies löste Irritationen in Rom aus. Ab dem heutigen Freitag lassen Slowenien, Ungarn und ab Freitagmittag auch Tschechien Österreicher wieder frei einreisen.

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