Grenzöffnung: Tourismusbranche freut sich auf ausländische Gäste

Ein reich gedeckter Tisch: Gastronomie und Hotellerie decken den Tisch für viele Branchen. 8,4 % des BIP entfallen auf Tourismus und Freizeit. © Juefraphoto - stock.adobe.com

Die Grenzöffnung zu den Nachbarländern Österreichs erfreut die Tourismusbranche. „Die Rücknahme der Grenzkontrollen ist essentiell für unsere 90.000 Betriebe, denn erst mit den ausländischen Gästen können wir die notwendige Auslastung und damit einhergehende Wirtschaftlichkeit sichern“, so Petra Nocker-Schwarzenbacher, Obfrau der Bundessparte Tourismus-und Freizeitwirtschaft in der WKÖ.

Die Öffnung sei daher ein „enorm wichtiger Schritt“ für die Betriebe. Wie Außenminister Alexander Schallenberg am Mittwoch mitteilte, sind ab morgen alle Grenz- und Gesundheitskontrollen gegenüber Deutschland, Liechtenstein, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn eingestellt.

Die Ausnahme bleibt vorerst noch Italien, nächste Woche soll die nächste Evaluierung erfolgen. Nocker-Schwarzenbacher hofft diesbezüglich, dass es auch hier bald Klarheit gibt.

In der Sommersaison würden rund 70 Prozent der Nächtigungen von ausländischen Gästen stammen, so Susanne Kraus-Winkler, Obfrau des WKÖ-Fachverbandes Hotellerie. Mit der Grenzöffnung habe nun nicht nur die Ferien- auch die Stadthotellerie „Hoffnung auf einen gelungenen Sommer“. Für Gregor Kadanka, Obmann des Fachverbandes der Reisebüros in der WKÖ, sei die Grenzöffnung „ein Schritt in die richtige Richtung.“ Reiseveranstalter und auch die Kunden würden nun „rasch Planungssicherheit benötigen“.

Für Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) bringt die Grenzöffnung Sicherheit. „Unsere Tourismusbetriebe und unsere Gäste brauchen Planungssicherheit. Die Öffnung von Grenzen zu unseren Nachbarstaaten ab 4. Juni gibt diese Sicherheit“, so Köstinger laut einem Statement.

Um im Gegenzug auch die Sicherheit der Gäste zu gewährleisten, kündigte die Ministerin „regelmäßige Testung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Betrieben“, an. Diese sollen ab Juli flächendeckend starten.

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