Grenzöffnung: Tschechien kontrolliert nur noch stichprobenartig

Die tschechische Polizei beendet ab Dienstag ihre flächendeckenden und systematischen Kontrollen an den Grenzen zu Deutschland und Österreich.

Stattdessen werde „gezielt und stichprobenartig“ kontrolliert, teilte das Innenministerium in Prag am Montag mit. Doch am Einreiseverbot für Touristen nach Tschechien ändere sich nichts, betonte eine Sprecherin.

Tschechen müssten bei der Rückkehr aus dem Ausland weiterhin einen negativen Corona-Test vorlegen oder in Quarantäne gehen. Bei Zuwiderhandlungen gegen das Infektionsschutzgesetz wie dem unerlaubten Betreten des Landes drohen Geldstrafen von bis zu 37.000 Euro. Wer versucht, einer Polizeikontrolle auszuweichen, muss mit einer Strafe von bis zu 1.800 Euro rechnen.

Tschechien hatte die Grenzkontrollen zuletzt bis zum 13. Juni verlängert. Danach könnte es zu einer Öffnung zwischen Österreich, Tschechien, der Slowakei und Ungarn kommen, wenn die Coronavirus-Infektionszahlen sich weiterhin positiv entwickeln.

Gegenüber der Slowakei lockert Tschechien unterdessen das Grenzregime schon ab Mittwoch. Wie der tschechische Ministerpräsident Andrej Babis am Montagabend via Twitter bekanntgab, vereinbarte er mit dem slowakischen Ministerpräsidenten Igor Matovic neue Regelungen.

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Demnach werde es tschechischen und slowakischen Bürgern ab dem 27. Mai erlaubt, zwischen den beiden Staaten zu reisen, wenn sie innerhalb von 48 Stunden zurückkehren. „Dies ist ohne Tests und ohne Quarantäne möglich. Slowakische Polizisten sollten das überprüfen“, so Babis.

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