Gritsch, Siebenhofer, Huber, Rädler eröffnen WM mit Kombi

Franziska Gritsch, Ramona Siebenhofer, Katharina Huber und Ariane Rädler werden am Montag für den Österreichischen Skiverband (ÖSV) den ersten WM-Bewerb in Cortina d‚Ampezzo bestreiten. Es steht die Alpine Kombination (Slalom 11.00/Super-G 14.30 Uhr, live ORF 1) auf dem Programm. Gritsch und Siebenhofer kombinierten bereits vor zwei Jahren in Aare, Siebenhofer war am Ende Vierte und verpasste Bronze extrem knapp. Gritsch belegte den achten Platz.

Aufgrund der derzeitigen Wetterlage mit reichlich Schnee und der Vorhersagen entschied die Jury Sonntagmittag, das Rennprogramm zu drehen. Der Slalom geht nun zuerst über die Bühne, danach findet der Super-G statt. Über die Nacht und bis in die Früh soll es am Montag weiteren Niederschlag geben, im Laufe des Tages soll es aber auflockern. Von fünf bis 15 Zentimetern Neuschnee war in der von den WM-Veranstaltern verwendeten Prognose die Rede.

Titelverteidiger ist die Schweizerin Wendy Holdener, die sich vor zwei Jahren ganz knapp (0,03 Sekunden) vor der Slowakin Petra Vlhova durchgesetzt hat. Die Norwegerin Ragnhild Mowinckel fuhr zu Bronze. Siebenhofer hatte das Podest nur um vier Hundertstelsekunden verpasst. Sie zeigte sich voll motiviert. „Es ist die erste Entscheidung. Jetzt geht‘s los.“ Die Enttäuschung sei mittlerweile vergessen, wenn man sie nicht gerade darauf anspreche. „Die zwei Jahre seitdem haben uns auch reifen lassen.“

Eine der Favoritinnen 2021 – neben Vlhova, Michelle Gisin und Mikaela Shiffrin – ist die Italienerin Federica Brignone. Sie hat die vier letzten Kombi-Bewerbe im Weltcup allesamt gewonnen. Das jüngste Rennen ist allerdings schon knapp ein Jahr her. Im Februar 2020 in Crans Montana zeigte Gritsch mit einem zweiten Platz auf. „Es war ein richtig gutes Ausrufezeichen von mir. Ich habe einmal mehr unterstrichen, dass ich eine Allrounderin bin. Es können nicht mehr viele alle Disziplinen fahren“, sagte die Tirolerin.

„Natürlich ist für uns super, dass wir zwei Läuferinnen haben, die Top sieben sind in der Startliste, das heißt, dass die im Slalom eine sehr gute Nummer haben“, meinte ÖSV-Damenchef Christian Mitter. Vor Gritsch, die mit Nummer 6 dran ist, wird Siebenhofer mit Startnummer 3 in den Slalom gehen. Bei den zu erwartenden schwierigen Bedingungen könne das ein Vorteil sein, sagte Mitter. „Der Regen macht an sich nicht so viel, das kann man dann salzen. Mehr Probleme macht der feuchte Schneefall, das dann rauszubekommen.“ Die Piste werde nicht pickelhart sein, „aber für alle gleich“.

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In die Karten spielte die Auslosung nicht nur Siebenhofer, die sich über die Drei sehr freute, sondern auch Titelverteidigerin Holdener, die den Slalom eröffnen wird. Weil Shiffrin und Vlhova beide seit einigen Jahren kein Weltcup-Resultat in der Kombination ins Ziel gebracht haben, müssen sie im Slalom weiter hinten starten. Shiffrin erhielt die Startnummer 24 zugelost, Vlhova die 23.

Rädler (26), die erst am Samstag von ihrer Kombi-Nominierung erfuhr und eher von der Speed-Seite kommt, absolvierte bisher eine Kombination auf Weltcup-Ebene (19. in Crans-Montana 2019). Sie fasste Startnummer 19 aus. Für Technikspezialistin Huber (25) ist der WM-Bewerb gleichzeitig die Kombi-Premiere. Sie kann im Slalom vorlegen, hat aber keine günstige Startnummer – 27. „Von meiner Herangehensweise ändert sich aber nicht viel.“ Die Frage nach der Speed-Form sei schwierig zu beantworten. „Im Mai hatte ich viele Speed-Tage, die sind in letzter Zeit weniger geworden. Sicher wird meine Position nicht so sein wie bei einer reinen Speedfahrerin, aber ich habe mich gut hineingearbeitet.“

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