Gros der Firmen-Hilfsanträge durch – Ärger bei Wartenden

Gut zu handeln ist schwer, Gutes zu fordern ist leicht: Dieses alte chinesische Sprichwort passt zum derzeitigen Spannungsfeld rund um die für Firmen überlebenswichtigen Coronahilfen. Die für die Auszahlung von Umsatzersätzen und Co zuständige staatliche Corona-Finanzierungsagentur COFAG zahlt zwar viele Hilfen rasch aus, wie sie mit Zahlen untermauert. Doch Unternehmer, die warten oder solche die noch gar nicht von den staatlichen Hilfen erfasst sind, tun ihren Unmut kund.

Die persönliche Betroffenheit der Unternehmer, der Dschungel an verschiedenen Hilfen und die durch die Pandemie mit ihren Lockdowns triste Lage vereinfachen die Situation nicht. Unternehmer sind nachvollziehbarerweise ja schon grundsätzlich enttäuscht, wenn sie geschlossen halten müssen oder viel weniger Umsatz machen.

„Von schnell und unbürokratisch kann keine Rede sein. Ich warte immer noch auf den Umsatzersatz für November; auch für den für Dezember – jetzt ist bald Februar“, schimpfte ein Wiener Gastronom von der APA dieser Tage gefragt, wie es bei ihm mit den Coronahilfen ausschaut. „Außerdem braucht man für so gut wie alles einen Steuerberater.“

Dieser zitierte Wut-Wirt und andere die auf ihre Hilfen noch warten, haben schließlich persönlich nichts davon, dass die nackten Zahlen der COFAG zeigen, dass diese bei ihren Aufgaben nicht säumig ist. „Der Großteil der Unternehmen erhält Unterstützungsleistung rasch“, betonen die COFAG-Geschäftsführer Bernhard Perner und Marc Schimpel im Gespräch mit der APA. „Drei Viertel aller Anträge für den Umsatzersatz und den Fixkostenzuschuss werden binnen elf Werktagen genehmigt und ausbezahlt.“

Die COFAG-Chefs äußern Verständnis für verärgerte Unternehmer, betonen aber zeitgleich, ihre Arbeit so rasch wie nur möglich zu erledigen: „Wir müssen nach strengen Kriterien handeln und alle Anträge sorgfältig im Interesse der Steuerzahler prüfen. Nur bei einem kleineren Teil der Antragsteller ist das Prüfergebnis nicht sofort eindeutig, daraus entstehen Nachprüfungshandlungen.“

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Und die Arbeit für die COFAG ist zuletzt – wegen der Umsatzersätze für November und Dezember – viel mehr geworden, als es noch der Fall war als es zuvor „nur“ Fixkostenzuschuss und Garantien gab, die die COFAG auch abwickelt. „Inzwischen sind insgesamt 125 Personen mit der Prüfung von Anträgen beschäftigt und betreuen die Antragsteller in allen Fragen“, so Perner. Jedenfalls seien sowohl beim Umsatzersatz – sowohl jenem 80-prozentigen für November als auch beim 50-prozentigen für Dezember – aktuell 92 Prozent der Anträge genehmigt.

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