Großbrand bei Müllentsorger

Selbstentzündung — Halle brannte aus — 19 Feuerwehren im Einsatz

190 Feuerwehrleute standen im Einsatz. Die größte Herausforderung war, genug Löschwasser zu haben.
190 Feuerwehrleute standen im Einsatz. Die größte Herausforderung war, genug Löschwasser zu haben. © APA/M. Fesl

METTMACH — Ein Großbrand bei einem Müllentsorger in Mettmach im Bezirk Ried hat in der Nacht zum Dienstag und während des gestrigen Tages insgesamt 19 Feuerwehren beschäftigt.

Der Alarm ging um 3.30 Uhr ein, eine 2500 Quadratmeter große Lagerhalle mit Altpapier, Plastik und Industriemüll brannte. Rund 200 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

Zwei Kilometer lange Löschleitung

Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, stand die Halle bereits im Vollbrand, daher wurde Alarmstufe 3 ausgelöst. Ein Gefahrgutlager neben der brennenden Halle konnte geschützt werden, ebenso das angebaute Büro. Die Schwierigkeit bestand darin, eine mehr als zwei Kilometer lange Löschleitung aufzubauen, um Wasser aus einem Bach zu bekommen, so Bezirksfeuerwehrkommandant Jürgen Hell.

Deshalb waren auch so viele Feuerwehren – zu Mittag waren es immer noch 16 – im Einsatz. Unterstützt wurden sie dabei von vier Landwirten aus der Umgebung. Sie halfen, indem sie mit Güllefässern Wasser zum Löschen herbeischafften.

Die betroffene Halle brannte komplett aus. Als Brandursache wird derzeit Selbstentzündung des gelagerten Mülles angenommen. Bei den Ermittlungen der Sachverständigen ergaben sich keine Anhaltspunkte auf vorsätz- liches oder fahrlässiges Einbringen einer Zündquelle.

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