Großbrand in Salzburger Schule nach 16 Stunden gelöscht

Einen Tag nach dem Großbrand in der Handelsakademie 1 hat die Stadt Salzburg am Dienstag eine erste Bilanz gezogen. Die Löscharbeiten haben seit Montagmittag rund 16 Stunden gedauert, bis am Dienstag um 4.00 Uhr „Brand aus“ gegeben werden konnte. Etwa 200 Feuerwehrleute der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr haben beim Großeinsatz geholfen. Bis Ende der Woche werde nun geprüft, wie es im Herbst mit dem Schulbetrieb weitergeht, teilte das städtische Info-Z mit.

Auslöser des Feuers auf der 1.100 Quadratmeter großen Dachfläche waren laut der Aussendung offenbar Bauarbeiten, bei denen Bitumenbahnen in Brand geraten waren. Die Flammen griffen rasch auf das 2. Obergeschoß über. Anfangs konnten Feuerwehrleute zur Brandbekämpfung noch auf das Dach und ins Gebäudeinnere, danach wurde aber die Hitze so enorm, dass sämtliche Helfer das Gebäude verlassen mussten und nur mehr von zwei Drehleitern und einer Teleskopbühne aus mit Wasserwerfern gelöscht werden konnte.

Der Brand im zweiten Stock war zu diesem Zeitpunkt zum Glück bereits gelöscht. Da die Feuerwehrleute beim Löscheinsatz Atemschutz tragen mussten, war etwa alle 15 Minuten eine Ablöse notwendig. „Sie müssen sich das wie einen Reifenbrand vorstellen, es handelt sich ja um ein Erdöl-Produkt“, sagte Branddirektor Reinhold Ortler zur APA.

Das Löschwasser wurde aus der neben der Schule fließenden Salzach und aus Hydranten entnommen, wobei die Wassermenge laut Ortler enorm war. Dieses musste nach dem Löscheinsatz wieder aus dem Gebäude gepumpt werden. Außerdem wurde noch eine Brandwache eingerichtet, die bis in den Dienstagnachmittag noch unentdeckte Glutnester aufspüren und ablöschen sollte. Eine Feuerwehrfrau ist laut Polizei mit Verletzungen ins Landeskrankenhaus Salzburg gebracht worden.

Heute Vormittag erfolgte eine erste Begehung mit den Behörden der Stadt und Vertretern des Eigentümers Bundesimmobiliengesellschaft (BIG). Bis Ende der Woche will die Bildungsdirektion bekanntgegeben, wie der Schulbetrieb nach den Sommerferien organisiert wird, wobei ein möglicher Standortwechsel für das kommende Schuljahr geprüft wird.

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