Großbritannien genehmigte als erstes Land Omikron-Impfstoff

Der neue Moderna-Impfstoff wurde an die Omikron-Variante angepasst © APA/AFP/JOSEPH PREZIOSO

Großbritannien hat als erstes Land einen Impfstoff genehmigt, der sowohl gegen das Ursprungs-Coronavirus als auch die Omikron-Variante wirkt. Das Vakzin des US-Herstellers Moderna könne als Booster für Erwachsene eingesetzt werden, gab die britische Gesundheitsbehörde MHRA bekannt. Die Entscheidung basiere auf klinischen Studien, die eine „starke Immunantwort“ gezeigt hätten. In der EU läuft sowohl noch die Prüfung des Omikron-Vakzins von Moderna als auch von Biontech/Pfizer.

Die erste Generation der Covid-Impfstoffe böte guten Schutz gegen die Krankheit und rette Leben, sagte MHRA-Chefin June Raine. „Dieser bivalente Impfstoff ist ein schärferes Instrument, das uns hilft, uns gegen diese Krankheit zu schützen.“ Es ist der erste sogenannte bivalente Corona-Impfstoff, der in Großbritannien und weltweit zugelassen wurde. Die bisher verfügbaren Impfstoffe haben dazu beigetragen, die Zahl der coronabedingten Krankenhauseinlieferungen und Todesfälle zu reduzieren. Allerdings zielen sie überwiegend auf frühere Stämme des Coronavirus ab.

Der Moderna-Impfstoff mit dem Namen „Spikevax bivalent Original/Omicron“ richtet sich sowohl gegen den ursprünglichen, erstmals 2020 aufgetretenen Coronavirus-Stamm als auch gegen die Omikron-Variante BA.1. Auch für die Subtypen BA.4 und BA.5 der Omikron-Variante seien „gute“ Ergebnisse erzielt worden, teilte die MHRA mit.

Der angepasste Moderna-Impfstoff wird derzeit auch von der EU-Arzneimittelbehörde EMA geprüft. Parallel befasst sich die EMA mit der Prüfung eines angepassten Vakzins von Biontech/Pfizer. Dessen Zulassung ist für Herbst angestrebt. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hatte im Juli vor dem Hintergrund der sich rasch ausbreitenden Omikron-Subtypen gewarnt, die Pandemie sei „alles andere als vorbei“.

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