Große Oper für die Ukraine

Gut besuchtes Benefizkonzert im Linzer Musiktheater

Sopranistin Susanna Chakhoian aus der ukrainischen Nationaloper
Sopranistin Susanna Chakhoian aus der ukrainischen Nationaloper © privat

Das Musiktheater Linz reihte sich am vergangenen Freitag mit einem gut besuchten Benefizkonzert in die Hilfsaktionen zugunsten der Opfer des Ukraine-Krieges sehr erfolgreich ein. Auf dem Programm des Abends stand eine Blütenlese beliebter und großer Opernarien, die mehrheitlich Bezug zum aktuellen Repertoire des Hauses hatten. Im Sinne eines symbolischen Brückenschlags übernahmen Susanna Chakhoian (Sopran) und Taras Shtonda (Bass) aus der ukrainischen Nationaloper und Katherine Lerner (Mezzosopran) aus dem heimischen Opernensemble die Soloparts.

Blütenlese beliebter und großer Opernarien

Erstere ließen zunächst „Superhits“ aus „Don Giovanni“ (Registerarie, Duett „La ci darem la mano“) und „Le nozze di Figaro“ hell leuchten, während Katherine Lerner ihren voluminösen, leidenschaftlichen Mezzosopran der Azucena („Il Trovatore“), Carmen („Habanera“) und der Fidés („Le Prophète“) lieh. Chakhoian gestaltete mit ihrem wandlungsfähigen, lichte Höhen fast mühelos meisternden Sopran Arien aus „I Capuleti e i Montecchi“ und „La Boheme“ (Walzer der Musetta), während Bassist Shtonda seinen riesigen Stimmumfang für die Tiefen eines Gurnemanz („Parsifal“, „Du siehst, das ist nicht so“) nützte. Das Bruckner Orchester musizierte auf der Bühne und zeigte sich unter der Leitung des sehr auf dynamische Details achtenden Marc Reibel auf allen Linien von seiner besten Seite, temperamentvoll angeführt vom neuen Konzertmeister Jacob Meining.

Intendant Schneider moderierte wie gewohnt eloquent; der Präsident der „Ukraine-Österreich-Association“, Alfred Praus, erläuterte eindringlich die Motive der Ukraine-Hilfe und rief zu weiteren Spenden auf. Landtagsabgeordnete Gertraud Scheiblberger überbrachte die guten Wünsche von Landeshauptmann Thomas Stelzer, der den Ehrenschutz übernommen hatte. Nach der Ukraine-„Melodie“ von Myroslav Skoryk (Chakhoian) erklang noch im Terzett — ganz ohne wortreiche Ankündigung — ein berührendes Lied aus der Ukraine, dem viel Applaus und einige Standing Ovations folgten.

Von Paul Stepanek

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