Großes Ochsenauge im Sommer 2020 häufigster Schmetterling Österreichs

Großes Ochsenauge © Rebel - stock.adobe.com

Eine schöne Ablenkung in Corona-Zeiten: Die Menschen in Österreich waren wieder aufgerufen, über den Sommer die Schmetterlinge in ihrem Garten zu fotografieren.

Am häufigsten wurde das Große Ochsenauge mit 1.239 Mal gemeldet. Somit ist diese Art seit 2017 wieder auf dem ersten Platz, wie die Organisatoren „Blühendes Österreich“ und Global 2000 am Dienstag mitteilten.

„Letztes Jahr hatte der Distelfalter ein starkes Einwanderungsjahr und somit den Spitzenplatz eingenommen. Heuer ist er erst auf Rang 45 zu finden“, erklärte Schmetterlingsexperte Helmut Höttinger. Er ist auch der wissenschaftliche Betreuer der App „Schmetterlinge Österreichs“, in der die Österreicher die Bilder vom 3. bis 26. Juli hochladen konnten.

763 Mal – und damit bereits deutlich abgeschlagen – flog der Kaisermantel bei der heurigen Gartenzählung vor eine Kameralinse und damit auf Platz zwei. Die drittstärkste Tagfalterart in Österreichs Gärten ist mit 603 Meldungen das Schachbrett.

Als artenreichstes Bundesland erwies sich demnach Niederösterreich mit 3.463 Meldungen und 79 gemeldeten Tagfalterarten. Auf den Artenvielfalt-Plätzen folgten die Steiermark (69) und Kärnten (67). Bei der Anzahl an Beobachtungen liegt die Steiermark ebenfalls auf Platz zwei (2.217) und Oberösterreich auf Platz drei (1.942).

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Der Garten mit den meist gemeldeten Schmetterlingen ist jner von Carola Stojkovic in Kärnten. Sie hat 491 Glücksmomente in die App hochgeladen. Sabine Gasparitz aus der Steiermark hingegen hat den Garten mit dem vielfältigsten Flattern. Stolze 45 unterschiedliche Tag- und Nachtfalterarten konnte sie in ihrem Paradies für Schmetterlinge nachweisen.

Sie hat auch einen besonderen Fund gemeldet, nämlich den Erstnachweis des Perlkörbchen-Spreizflügelfalters in Österreich. „Es handelt sich um einen Vertreter aus der Familie der Spreizflügelfalter, welcher sich an Perlkörbchen entwickelt – einer aus dem Himalaya stammenden und als Gartenpflanze kultivierten Art. Vermutlich wurde sie mit dieser Gartenpflanze auch passiv in die Steiermark verschleppt“, so Höttinger erfreut.

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