Großteil der Österreicher plant heuer eine Reise

Trotz des weiterhin grassierenden Coronavirus ist die Reiselust der Österreicherinnen und Österreicher ungebrochen. Mit 83 Prozent planen heuer etwas mehr Personen also noch vor einem Jahr (78 Prozent) eine private Reise, zwei Drittel zieht es ins Ausland. Als Wunschziele werden dabei vor allem Italien, Kroatien und Deutschland angepeilt, geht aus einer Umfrage des Corps Touristique hervor. Demnach sehnen sich die Befragten insbesondere nach einem Strand- bzw. Badeurlaub.

Erholen und entspannen, dem Alltag entfliehen und Stress abbauen: Auch heuer sind dies die bestimmenden Reisemotive der Österreicher. Durch Corona wollen sich dafür nur die Wenigsten abbringen lassen, was sich nach der Einschätzung von Branimir Toncinic, Präsident der Corps Touristique, auch durch Omikron und mögliche weitere Einschränkungen nicht ändern wird. „Die Menschen sehnen sich nach einer normalen Umgebung“, sagte er in einer Pressekonferenz am Donnerstag. Das habe man schon im letzten Lockdown beobachten können, als Auslandreisen erlaubt waren und viele Leute aus dem Land geströmt seien.

Für jene, die 2022 nicht verreisen wollen, ist das Virus jedoch das größte Hindernis. 41 Prozent gaben Corona als Grund gegen eine Reise an, aus finanziellen Gründen etwa entscheiden sich nur 15 Prozent dagegen. Dieser Umstand spiegelt sich auch im Reisebudget wider, das im Schnitt mit rund 3.000 Euro veranschlagt wird und damit im Vergleich zum Vorjahr (2.760 Euro) sogar noch einmal angestiegen ist.

Sorglos mit Blick auf Corona sind allerdings auch die Reisefreudigen nicht. So buchen viele Österreicher ihre Reise nur, wenn es kurzfristige Stornomöglichkeiten gibt und sie im Fall der Fälle ihr Geld zurückbekommen. Zudem will ein großer Prozentsatz darauf achten, Menschenansammlungen möglichst zu vermeiden. Außerdem wünschen sich viele Personen vor Ort Testmöglichkeiten und pochen auf eine strenge Einhaltung von Corona-Regeln und Hygienemaßnahmen.

Gefragt sind 2022 neben dem Strand- und Badeurlaub (65 Prozent) vor allem Städtereisen, die laut der Studie bei knapp der Hälfte (47 Prozent) der Befragten in Planung sind. Als angedachte Destinationen sind nach Italien, Kroatien und Deutschland auch Griechenland und Spanien vorne dabei. Für den Weg dorthin bleibt das am häufigsten benutzte Verkehrsmittel weiter der Pkw, bei Flugreisen ist laut der Studie ein leichter Einbruch zu erwarten.

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Grundsätzlich stehen bei den bevorzugten Buchungsarten der 1.600 befragten Personen diverse Buchungsplattformen sowie die direkte Buchung beim Anbieter weiter hoch im Kurs. Allerdings ist die persönliche Buchung im Reisebüro wieder wichtiger geworden, heißt es in der Studie. Keine Veränderung gab es hingegen bei den beliebtesten Unterkünften: Präferiert werden neben Ferienwohnungen und Privatunterkünften auch heuer vor allem 4-Sterne-Hotels.

Nach hinten verschieben dürfte sich wie schon im Vorjahr der Reisezeitpunkt, der sich von der Haupturlaubszeit im Sommer voraussichtlich in den Herbst hinein verlagern wird. „Solange das Wetter im Herbst noch gut ist, bleibt der Reisewille groß, vor allem, wenn noch Resturlaub vorhanden ist“, erklärte Toncinic. Die stärksten Reisemonate für Privatreisen ins Ausland sind 2022 voraussichtlich der August und der September.

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