Gut in die Laufsaison starten

Susanne Walli und Christian Pflügl wissen, worauf es ankommt
Susanne Walli und Christian Pflügl wissen, worauf es ankommt © Hörtenhuber

Jetzt, wo es milder wird und die Tage länger hell bleiben, bietet sich eine gute Gelegenheit, mehr aus dem Tag zu machen.

Auf den Laufschuh achten

Bevor man aber etwas für seine Fitness tun will, sollte man darauf achten, den richtigen Laufschuh zu verwenden. Angesichts der vielen unterschiedlichen Modelle ist es ratsam, sich bei einer Laufanalyse beraten zu lassen. Aufgabe des Betreuers ist es, herauszufinden, welcher Laufschuh zu wem passt. Wichtige Kriterien sind weiters, wie oft man pro Woche trainieren will und auf welchem Untergrund man unterwegs ist.

Langsam steigern

Wie soll man es nun am besten angehen? Ich rate Wiedereinsteigern, den Umfang und die Laufgeschwindigkeit nur allmählich zu steigern. So kann man Übertraining und Überlastungserscheinungen vorbeugen. Vor allem die sogenannten passiven Strukturen des Körpers – also Knochen, Sehnen, Bänder oder Knorpel – benötigen ausreichend Zeit, um sich an die ungewohnten Belastungen zu gewöhnen. In der Anfangsphase ist es wichtig, nach den Einheiten die richtige Regeneration zu setzten.

Gemeinsames Laufen

Wer mit dem Joggen beginnt, tut sich leichter, wenn er mit anderen eine Gruppe bildet: Profis kontrollieren die Laufschritte, Gleichgesinnte helfen, den inneren Schweinehund zu überwinden.

Warum das ABC-Training für die richtige Lauftechnik so wichtig ist

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Lauf-ABC-Übungen, auch Laufschule genannt, sind grundlegende Technikübungen, mit denen jeder seinen Laufstil schult und aktive Verletzungsprophylaxe betreibt.
Lauf-ABC-Übungen tragen ihren Namen zu Recht, denn wie das Erlernen des Alphabetes dem Lesen und Schreiben vorausgeht, sind Lauftechnik-Übungen ein Basistraining zur Entwicklung eines kraft- und gelenkschonenden und damit ökonomischen und schnellen Laufstils. Dies gilt besonders für die vielen Läufer, die erst im fortgeschrittenen Alter zum Ausdauersport finden, keine leichtathletische Ausbildung haben und einen etwas schwerfälligen Laufstil praktizieren.

Sinn und Zweck

Wenn das Laufen auch intuitiv funktioniert, so ist es doch koordinativ eine anspruchsvolle Bewegungsform. Ein Blick vom Straßenrand auf die Teilnehmer eines Volkslaufs zeigt das ganz klar. Während sich die Schnellen meist harmonisch bewegen, sieht der Laufstil der Langsamsten oft nach Kampf und Krampf aus. Hüftsteifigkeit, krummer Rücken, hängende oder schlenkernde Arme, Fersenaufsatz und schleifender Schritt sind Merkmale eines Laufstils, der optimiert werden sollte.

ABC-Übungen helfen, leichter, schneller und verletzungsfrei zu laufen. Falsch denkt, wer einen schlechten Laufstil mit speziellen Schuhen korrigieren will oder glaubt, durch Wettkampfschuhe schneller zu sein.

Dass die meisten Hobbyläufer Laufschulübungen meiden, hat verschiedene Gründe. Das Kilometersammeln genießt bei vielen einen zu hohen Stellenwert und nach einem Techniktraining lässt sich scheinbar wenig Zählbares ins Tagebuch eintragen. Beim Lauftreff hört man oft auch die Ausrede, jeder Laufstil sei individuell.

Im zweiten Teil der Serie am 20. März lesen Sie Wissenswertes zum Thema Kraftraining und Laufstil.