Guter Besuch und Wiedersehensfreude in Museen

Grundsätzlich erfreulich fällt die Bilanz der österreichischen Museen und Ausstellungshäuser nach den ersten Tagen der Lockdown-Lockerungen aus. Viele Museen hatten ja am Montag ihren traditionellen Schließtag und daher am gestrigen Dienstag erstmals geöffnet. Das Wiener MAK konnte etwa gleich vier neue Ausstellungen anbieten und gestern 1.365 Besucher begrüßen. „Für uns ist das eine wirklich gute Zahl“, sagte Museumschef Christoph Thun-Hohenstein zur APA.

Gleich 3.300 Menschen kamen gestern in das Kunsthistoirische Museum und das Weltmuseum Wien. Damit setzte sich der am Montag begonnene positive Trend fort. Im mumok begrüßte man gestern 350 Besucher. Gegenüber der APA betonte man die gute Stimmung unter den Besuchern. „Man hat den Menschen die Freude angesehen, dass sie wieder Kunst sehen dürfen“, erklärte eine Pressesprecherin. Die Besucherinnen und Besucher seien zudem „äußerst diszipliniert“ gewesen, alle coronabedingten Schutzmaßnahmen wurden eingehalten. „Es war fast so wie vor dem Lockdown“, zog man im Kunstforum Wien eine allererste Bilanz. „Wir sind gut besucht. Die Menschen freuen sich wirklich, unsere Ausstellung zu Gerhard Richter sehen zu können.“

Im Leopold Museum verzeichnete man am gestrigen Dienstag 250 Besucher. Zum Vergleich: Im Vorjahr kamen am 8. Dezember rund 1.100 Personen, wobei man in der Pressestelle des Museums auf „die starke Konkurrenz durch den Einkaufstag“ verwies. Die Stimmung sei nach den Wochen der Schließung jedenfalls gut gewesen. „Die Leute waren sehr glücklich, dass wir wieder offen haben.“ Gerade am Vormittag sei relativ viel los gewesen. „Es kamen etliche, um die ‚Hundertwasser – Schiele‘-Schau zu sehen, aber auch für die neuen Ausstellungen“, gibt es doch neu eröffnete Präsentationen zu Emil Pirchan und Josef Maria Auchentaller.

Verhalten gestaltete sich der Andrang im Belvedere: „Die Besucher_innenzahlen mit einem Minus von über 90 Prozent für das Obere Belvedere und minus 70 Prozent im Belvedere 21 liegen im Bereich des Erwarteten. Eine substanzielle Verbesserung ist hier auch für die nächsten Wochen nicht wahrscheinlich. Unsere Besucher_innen genießen die ungewohnte Muße bei ihrem Aufenthalt und freuen sich über neue, anregende Eindrücke“, hieß es in einer Stellungnahme gegenüber der APA.

„Die Besucher*innen freuten sich sehr, dass unsere Häuser nun wieder geöffnet sind und sie nach langer Zeit wieder ein wenig Kultur genießen können“, reagierte die Leitung des Besucher*innen-Managements von Kunsthaus Graz & Joanneumsviertel auf eine Nachfrage der APA. „Der erste Tag nach dem Lockdown gestaltete sich sehr entspannt, die Besucher*innen waren vor allem von den strengen Sicherheitsvorkehrungen in unseren Häusern angetan“, hieß es aus dem Museum für Geschichte und dem Landeszeughaus. Insgesamt registrierte man am Dienstag 767 Besuche in den sechs Museen (Kunsthaus Graz, Museum für Geschichte, Landeszeughaus, Neue Galerie Graz, CoSA und Naturkundemuseum) sowie dem Schlosspark in Eggenberg.

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Und auch im Museum der Moderne Salzburg beobachtete man „großes Interesse“ am wiedereröffneten Museum und den aktuellen Ausstellungen (darunter zwei neue: „Physiognomie der Macht. Harun Farocki und Florentina Pakosta“ sowie „Not Vital. IR“. Besucherzahlen wollte man keine bekanntgeben.

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