Haa-tschi!

Auch für Krankgeschriebene gibt es oftmals Gründe mit dem Auto zu fahren. „Aber vor allem Arbeitnehmer im Krankenstand sollten sich genau darüber informieren, was erlaubt ist – nicht nur um Probleme mit dem Arbeitgeber oder der Exekutive zu vermeiden, sondern insbesondere um sich selbst und andere im Straßenverkehr nicht zu gefährden“, sagt sagt ARBÖ Oberösterreich Geschäftsführer Thomas Harruk.

Entscheidend sei der Faktor Verkehrssicherheit, aber auch das Arbeitsrecht sei zu beachten. Zunächst gilt es selbst festzustellen, ob man verkehrstüchtig ist. Gemäß Paragraph 58 der Straßenverkehrsordnung (StVO) darf ein Fahrzeug nur lenken, „wer sich in einer solchen körperlichen und geistigen Verfassung befindet, in der er ein Fahrzeug zu beherrschen und die beim Lenken eines Fahrzeuges zu beachtenden Rechtsvorschriften zu befolgen vermag“.

Dies ist beispielsweise dann nicht der Fall, wenn man wegen Niesanfällen den Blick nicht auf der Straße halten kann oder wegen Fiebers die Konzentration nicht aufrechterhalten kann. Vorsicht ist zudem bei der Medikamenteneinnahme geboten: einige Mittelchen können aufgrund ihrer dämpfenden Wirkungen auf das zentrale Nervensystem die Verkehrstüchtigkeit stark vermindern. Besonders gefährlich ist die Mischung von Alkohol und Medikamenten. Übrigens: Auch Hustenmittel und Magentropfen können Alkohol enthalten.

Wenn trotz einer Fahruntauglichkeit ein Fahrzeug gelenkt wird, kann die Polizei die Weiterfahrt verhindern und sogar die Fahrzeugschlüssel abnehmen. Bei einer Beeinträchtigung der Fahrtauglichkeit im Sinne der StVO droht eine Verwaltungsstrafe.
Hinsichtlich des Arbeitsrechts ist zu beachten, dass im Krankenstand die Genesung Priorität hat: es dürfen also keine Aktivitäten unternommen werden, die eine Genesung erschweren. „Auch wenn der Arzt keine Bettruhe verordnet hat, müssen Tätigkeiten, die dem Gesundwerden entgegenwirken, unterlassen werden“, so Harruk.

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