Haberlander empfiehlt Bund, die Maskenpflicht wieder einzuführen

Am Dienstag soll in Wien die Entscheidung erfolgen

Gesundheitsreferentin LH-Stv. Christine Haberlander
Gesundheitsreferentin LH-Stv. Christine Haberlander © APA/Fohringer

Die Regierung wird am Dienstag über eine erneute Ausweitung der Maskenpflicht entscheiden. Grund dafür ist, dass Kanzler Sebastian Kurz länger beim EU-Gipfel in Brüssel bleiben musste. Am Montag gab es aber eine Telefonkonferenz der Spitzenpolitiker und Gespräche auf Mitarbeiterebene.

Angesichts der steigenden Zahl an Neuinfektionendrängt Gesundheitsreferentin LH-Stv. Christine Haberlander auf eine rasche Entscheidung. „Wir sehen an den Zahlen in OÖ, dass die Maskenpflicht wirkt.“

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Seit 9. Juli gilt wieder der Mund-Nasen-Schutz in Geschäften, Amtsgebäuden oder beim Eintritt in die Gastronomie.

„Die Reproduktionsrate lag bei der Entscheidung zur Wiedereinführung bei über 2 und ist in den vergangenen Tagen gesunken. Diese Entwicklung führen Expertinnen u. a. auf die rasche Wiedereinführung der Maskenpflicht zurück. Meine Empfehlung an die Bundesregierung lautet daher, das oö. Modell zu übernehmen und die Diskussionen, in welchen Bereichen die Pflicht gelten soll, rasch zu beenden. Nur wenn wir auf eine breite Umsetzung der Maskenpflicht setzen, kann die Maßnahme rasch und flächendeckend zu positiven Entwicklungen führen. Wir müssen uns bewusst machen, dass uns die Maske noch lange begleiten wird“, so Haberlander: „Wenn wir in bestimmten Bereichen Mund und Nase verschließen, können wir andere Bereiche offen halten. Das ist ein durchaus zumutbares, vergleichsweise geringes Übel.“

Zudem fordert Haberlander rasch Klarheit ein, unter welchen Bedingungen im Herbst Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen öffnen können und welche Schritte bei Verdachts- oder Krankheitsfällen zu setzen sind.

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