Haberlander: „Impfung ohne Alterslimit rückt näher“

Im Mai sollten alle Impfwilligen über 50 Jahre einen Termin bekommen, dann sollte die Altersgrenze fallen, um alle zu motivieren

Gesundheitsreferentin LH-Stv. Christine Haberlander © Land OÖ/Grilnberger

Zwei Millionen Menschen in Österreich hatten mit Sonntag zumindest die erste Teilimpfung gegen Corona erhalten.

Diese Woche wird die erste Lieferung der vorgezogenen Biontech/ Pfizer-Impfdosen erwartet, so Bundeskanzler Sebastian Kurz. Auch in OÖ schreiten die Impfungen gegen Covid-19 zügig voran.

Die Impfstofflieferungen werden konstanter und die Mengen, die vom Bund avisiert werden, werden höher. Bis Ende April werden die impfwilligen über 65-Jährigen ein Angebot erhalten. Im Mai steht dann die Gruppe der 50- bis 65-Jährigen im Fokus. Impfwillige sollten sich daher rasch unter www.ooe-impft.at registrieren.

„Die Vorgangsweise nach Alter, Risikogruppen oder Zielgruppen wie Gesundheits- berufe oder Bildungspersonal macht Sinn. Allerdings kommen wir zunehmend in eine Phase, wo wir rasch allen Mitbürgerinnen und Mitbürgern, die sich impfen lassen wollen, eine Perspektive bieten müssen. Daher müssen, sobald alle impfwilligen über 50-Jährigen ein Angebot erhalten haben, einheitlich in ganz Österreich die Impfungen geöffnet werden“, fordert Gesundheitsreferentin LH-Stv. Christine Haberlander: „Nach den derzeit vom Bund in Aussicht gestellten Impfstoff-Liefermengen könnte das spätestens Ende Mai möglich sein.“

Zudem würde sonst das Angebot von Impfungen in Betrieben keinen Sinn machen, je länger man entlang der Alterspyramide nach unten impft. Die Betriebsimpfungen können und sollen aber auch noch einen Schub bei der Impfmotivation in der Breite erzeugen.

Die Impffortschritte seien schon jetzt in den Infektionszahlen deutlich erkennbar, in den Spitälern werden die Patienten jünger – hier seien auch schwerere Verläufe bemerkbar.

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