Hackerangriff in Kärnten verzögert Auszahlung der Grundversorgung

Der Hackerangriff auf das IT-System der Kärntner Landesverwaltung vergangene Woche führt weiterhin zu Problemen. Die für diese Woche vorgesehenen Auszahlungstermine für die „Grundversorgungsleistungen für privat untergebrachte Hilfs- und Schutzbedürftige in Kärnten“ müssen vorerst abgesagt werden, teilte der Landespressedienst am Dienstag in einer Aussendung mit. Die Kärntner Landesregierung beschloss ein Budget von 500.000 Euro für Schadensbehebung und neue Systeme.

Nach dem Hackerangriff würden einige der Anwendungen, die für die Auszahlung nötig wären, noch nicht funktionieren. Die Auszahlungstermine wären für (den morgigen) Mittwoch in Klagenfurt und für Donnerstag in den Bezirken vorgesehen gewesen. Die nun abgesagten Termine sollen nachgeholt werden, sobald das System wieder in Betrieb geht.

Unterdessen werde Schritt für Schritt an der Schadensbehebung durch den von den Hackern eingeschleusten Virus gearbeitet, sagte Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) am Dienstag nach der Sitzung der Kärntner Landesregierung. Dabei gelte das Motto: „Sicherheit geht jedenfalls vor Schnelligkeit.“

Den Lösegeldforderungen der Hacker, sie fordern fünf Millionen Dollar in Bitcoins, werde man keinesfalls nachkommen. Für die Schadensbehebung sowie für die neuen Systeme und die notwendige Ausweitung von Schutzmaßnahmen sei ein Budget von 500.000 Euro in der Regierungssitzung beschlossen worden.

Was die IT angeht, würden zuerst jene Systeme hochgefahren, die die Auszahlungen von Sozialleistungen betreffen. Außerdem sei man bemüht, dass die Bezirkshauptmannschaften so rasch wie möglich wieder online gehen, ab dem heutigen Tag sollen auch Reisepässe wieder ausgestellt werden können. Wann die volle elektronische Funktionsfähigkeit wiederhergestellt ist, könne man aber nicht sagen.

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