Hämmerle gewann zum zweiten Mal Heimweltcup im Montafon

Alessandro Hämmerle hat nach 2015 zum zweiten Mal den Heim-Weltcup der Snowboard-Crosser im Montafon gewonnen. Der Vorarlberger kam am Freitag als einziger Österreicher ins große Finale und setzte sich dort souverän vor dem Australier Cameron Bolton und Omar Visintin durch. Für den Cross-Weltcupsieger war es der achte Weltcupsieg. Bei den Damen gewann Weltmeisterin Eva Samkova (CZE).

Hämmerle hatte schon 2015 den Einzelwettbewerb im Montafon gewonnen. Auch diesmal war “Izzi” nicht nur Publikumsliebling, sondern als Cross-Gesamtsieger auch Mitfavorit. Und obwohl der Weltcup-Auftakt auch gleich sein Saison-Höhepunkt war, behielt Hämmerle die Nerven, steigerte sich von Lauf zu Lauf und lieferte inklusive Teambewerbe am Ende seinen bereits sechsten Podiumsplatz beim Heim-Weltcup ab.

“Es ist das Selbstvertrauen”, erklärte Hämmerle den Grund für seine Nervenstärke. “Aber dieses Selbstvertrauen ist ein erarbeitetes. Ich fühle mich gut zurzeit. Es beflügelt, wenn man weiß, dass man liefern kann”, sagte der 26-Jährige, der in seinem Qualifikationslauf Vierter geworden war.

Im Vorjahr hatte der Cross-Weltcup im Montafon abgesagt worden müssen. Diesmal konnte auf einer allerdings auf 600 Meter verkürzten Strecke gefahren werden. Für einen Freitag fanden sich erstaunlich viele Fans am Hochjoch über Schruns ein. “Auch deshalb war es sehr, sehr emotional. So viele Leute. Die Zieleinfahrt ist sehr lange, man konnte es volle genießen”, gestand Hämmerle. “Da will man natürlich performen. Dass es heute funktioniert hat, dafür muss man dankbar sein. Es ist ein sehr schönes Feeling.”

Zweitbester Österreicher wurde Jakob Dusek, der als Neunter sein bestes Weltcup-Ergebnis ablieferte. “Damit bin ich überhappy”, sagte der in Tirol lebende Niederösterreicher. “Ich bin echt zufrieden mit meiner Leistung.” Zu Hämmerle meinte Dusek: “Beim Heimweltcup so abzuliefern, Hut ab.”

Von den ÖSV-Damen hatte sich keine für das Finale qualifiziert. Im Montafon folgt am Samstag das Weltcup-Rennen der Ski Crosser. Für die Boardercrosser geht der Weltcup noch vor Weihnachten in Cervinia in Italien weiter. “Wenn man gewonnen hat, will man genau da weitermachen”, gab sich Hämmerle zuversichtlich.

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