Haft für falschen Impfarzt

Theologe in 1144 Fällen von vorsätzlicher Körperverletzung verurteilt

Das Landgericht Traunstein in Bayern hat einen falschen Impfarzt am Donnerstag zu einer Haftstrafe von drei Jahren und zehn Monaten verurteilt.

„Er ist ein Hochstapler“, sagte die Richterin. Sein Leben sei geprägt davon gewesen, „zu täuschen und zu manipulieren“. Der Mann wurde unter anderem wegen gewerbsmäßigen Betrugs, Titelmissbrauchs, gefährlicher Körperverletzung in 305 Fällen und 1144 Fällen von vorsätzlicher Körperverletzung verurteilt.

Der Theologe hatte in Oberbayern unter anderem in Impfzentren Schutzimpfungen gegen das Coronavirus verabreicht und Impfungen überwacht.

Zum Prozessauftakt im Februar hatte er die Vorwürfe der Anklage weitestgehend eingeräumt. Es sei richtig, dass er falsche Doktortitel benutzt, eine Approbationsurkunde gefälscht und somit zu Unrecht Impfstoff verabreicht habe, ließ er über seine Anwälte mitteilen.

Die Vorsitzende wurde in ihrer Urteilsbegründung sehr deutlich, nannte den Mann „menschenverachtend, rücksichtslos, verantwortungslos, empathielos“ und fügte hinzu: „Gott sei Dank sind Sie kein Priester geworden.“

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