Halbfinale wird zum Glücksspiel

Tischtennis: Linz AG Froschberg muss in Tarnobrzeg 1:3 aus dem Hinspiel wettmachen

Nach ihrem völlig verpatzten Hinspiel mussten die Linzer mit Trainer Zsolt Harczi (l.) Minnie Soo (r.) wieder aufbauen.
Nach ihrem völlig verpatzten Hinspiel mussten die Linzer mit Trainer Zsolt Harczi (l.) Minnie Soo (r.) wieder aufbauen. © Froschberg/Pillik

Von Christoph Gaigg

„Alles ist möglich“ — mit dieser Marschroute treten die Tischtennis-Ladies von Linz AG Froschberg am Donnerstag in der Früh die rund achtstündige Reise nach Polen an. Dort müssen sie am Freitag (18, live Laola1.tv) im Halbfinal-Rückspiel der Champions League gegen Tarnobrzeg ein 1:3 aus dem ersten Duell wettmachen. Die Aufgabe gleicht in mancher Hinsicht einem Glücksspiel:

Fitnesslotterie: Hinter Sofia Polcanovas Gesundheitszustand steht nach wie vor ein großes Fragezeichen. Laut Physio Leberbauer ist sie nach ihrem Muskelfasereinriss wieder topfit, wie Manager Günther Renner berichtete, der Trainingsrückstand ist aber groß. „Wir setzen voll auf sie“, so Renner.

Aufstellungspoker: Hier gilt das Motto: „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.“ Die Aufstellung wird jedenfalls entscheidend sein. „Wenn wir mit Risiko aufstellen, können wir 3:1 gewinnen. Wenn es nicht aufgeht, können wir auch eine Klatsche kriegen, aber wir haben keine andere Wahl“, weiß Renner.

Erfolgssträhne: Linda Bergström befindet sich in Topform, zeigte das im Hinspiel, als sie gegen Han Ying mit 3:0 überraschte. Diesen Lauf gilt es in Polen fortzusetzen.

Pokerface: Jetlag, gesundheitliche Probleme und Schwierigkeiten gegen verteidigende Gegenspielerinnen — Minnie Soo war im Hinspiel völlig von der Rolle. „So schlecht kann sie sicher nicht mehr spielen“, sagte Renner. Wie sie diesen Auftritt verarbeitet hat? „Wir werden sehen. Man sieht ihr nichts an.“