Hallstätter Gletscher ist im Vorjahr deutlich geschmolzen

Negative Entwicklung am Dachstein setzt sich unvermindert fort – Temperaturen sind seit dem Jahr 2000 deutlich zu hoch

So präsentierte sich der Hallstätter Gletscher am 4. Juli 2020.
So präsentierte sich der Hallstätter Gletscher am 4. Juli 2020. © Blue Sky Wetteranalysen

Das Ausmaß der Gletscherschmelze ist nach wie vor besorgniserregend. Besonders stark betroffen ist der Hallstätter Gletscher.

Laut aktuellen Messergebnissen ist das Eis dort in einem Jahr um bis zu 30 Meter zurückgegangen, wie Umweltlandesrat Stefan Kaineder (Grüne) gemeinsam mit Experten am Mittwoch bekannt gab.

Sommermonate sind zu warm

Nach Abschluss der Auswertung der Messungen reiht sich die Massenbilanz 2019/2020 an vierter Stelle der negativsten Bilanzen ein in den vergangenen 14 Jahren ein. Vor allem im August und September kam es über längerer Perioden zu überdurchschnittlichen Temperaturen und hohen Schmelzraten.

Trotz Schneefalls Ende August kam es zur fast vollständigen Ausaperung des Gletschers. Die Temperaturen sind – mit wenigen Ausnahmen – seit 1981 zu hoch, seit dem Jahr 2000 sogar deutlich zu hoch.

Mittlerweile geht der Gletscherschwund so schnell, dass man ihn von dem einen auf das andere Jahr sogar mit freiem Auge erkennen kann. So ist zu sehen, dass die Felsinseln im Eis immer mehr auftauchen.

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„Die Gletscher sind die Fieberthermometer unseres Planeten und sie zeigen uns, dass der Planet an hohem Fieber leidet“, betonte Kaineder, der effiziente Maßnahmen und Investitionen in den Klimaschutz einfordert.

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