Hallstätter Waldbrand: Bis zu einer Mio. € Schaden

Erst nach Entscheidung durch Geologen dürfen die Bewohner unter der Echernwand in ihre Häuser zurück

HALLSTATT — „Bis zu einer Million Euro könnten nach dem Waldbrand in Hallstatt nötig sein, um den Berg von den verbrannten Bäumen zu befreien und zu sanieren“, bestätigte am Dienstag Katastrophenschutz-Referent LR Elmar Podgorscherk nach einem Lokalaugenschein dem VOLKSBLATT. Ob und wann die Bewohner der fünf betroffenen Häuser unter der Echernwand wieder in ihre Wohnungen zurück dürfen, müssten die Geologen entscheiden. „Als erste Sofortmaßnahme müssen die Bäume an der betroffenen Stelle entfernt werden, denn einige könnten ins Rutschen geraten“, schildert Podgorschek die nicht ungefährliche Lage.

Die Kosten müssten sich der Bund, Waldbesitzer Bundesforste, die Salinen, Gemeinde Hallstatt und das Land teilen. Der Katastrophenschutzreferent kann sich dabei vorstellen, das bereits geplante Projekt „Hallstätter Bannwald“ entsprechend aufzustocken. Nach einem ersten Rundflug mit Experten der Wildbach- und Lawinenverbauung sowie Vertretern von Land und Gemeinde wird die Expertise der Geologen abgewartet. Für die betroffenen Bewohner bedeutet dies, dass sie wahrscheinlich noch bis Ende nächster Woche nicht in ihre gesperrten Häuser zurückkehren können. Nicht nur durch den Brand gelockerte Felsen sind eine Gefahr, sondern auch verbrannte Bäume könnten auf die Häuser stürzten.

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Großflächige Absicherung

Neben den Sofortmaßnahmen wird die großflächige Absicherung des Bergs „über mehrere Kilometer“ nötig, sagte SPÖ-Vizebürgermeister Alfred Gamsjäger. Der vermutlich durch eine weggeworfene Zigarette ausgelöste Brand war am vergangenen Dienstag entdeckt worden. Bis zum Wochenende wurde er mit mehreren Millionen Litern Wasser bekämpft.

em