„Das ist nicht unsere Liga!“

Die Linzer Handballer schlitterten bei Cordas-Heimpremiere in ein 23:35-Debakel

Bitter! Diese Niederlage muss auch der erfahrene Zoltan Cordas erst einmal verdauen.
Bitter! Diese Niederlage muss auch der erfahrene Zoltan Cordas erst einmal verdauen. © Pichler

Von Christoph Gaigg

Der überraschende Sieg in Schwaz zum Auftakt hatte die Hoffnungen in Linz geweckt. Eine Woche später landeten die Handballer aus der Landeshauptstadt am harten Boden der Realität. Es zeigte sich: Selbst Erfolgstrainer Zoltan Cordas ist kein Zauberer. „Das ist nicht unsere Liga. Sie haben uns unsere Möglichkeiten aufgezeigt“, musste der 55-Jährige nach seiner verpatzten Heimpremiere gegen Bregenz eingestehen. Ein 23:35-Debakel stand im ersten Liga-Heimspiel seit seinem Abgang 2007 zu Buche. Klar, dass die Enttäuschung tief saß. „Ich muss zuerst einmal über das Spiel nachdenken, alles andere wäre der Mannschaft gegenüber nicht fair“, wollte der Mann, der zum dritten Mal in Linz an der Seitenlinie auf und abläuft und sich schon nach 17 Minuten eine Gelbe Karte einfing, die Pleite erst einmal gründlich analysieren.

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Letztlich war seine Mannschaft in jeder Phase des Spiels klar unterlegen. Die Offensive fabrizierte viele Fehlwürfe und Ballverluste, in der Defensive bekam man die Bregenzer nie in den Griff. Bezeichnend, dass nach 35 Minuten mit 22 Gegentreffern bereits genauso viele auf der Anzeigetafel standen, wie beim Sieg in Schwaz nach 60 Minuten. „Wir waren nicht diszipliniert, haben kopflos gespielt. Wir müssen im Kopf schneller reagieren“, monierte Cordas.