Handel wegen Streit um KV mit 300 Betriebsversammlungen

Die Gewerkschaft GPA hat heute eine erste Bilanz ihrer Betriebsversammlungen gezogen, die sie nach dem Scheitern der dritten Kollektivvertragsrunde im Handel einberufen hat. Demnach fanden bundesweit bis einschließlich gestern an über 200 Standorten Versammlungen statt, weitere Treffen werden von Donnerstag bis Samstag abgehalten. Inzwischen wurde ein vierter Verhandlungstermin vereinbart: Am 23. November geht das Feilschen weiter.

„Der Tenor der Versammlungen ist eindeutig: Durch das am Tisch liegende Angebot der Arbeitgeber fühlen sich die Beschäftigten nicht wertgeschätzt. Wir verspüren durchwegs hohe Zustimmung zu unseren Forderungen“, so die Wirtschaftsbereichssekretärin der GPA, Anita Palkovich, heute in einer Aussendung.

Die dritte Runde der KV-Verhandlungen für die rund 430.000 Angestellten und Lehrlinge im Handel ist vergangenen Freitag nach 13 Stunden ohne Ergebnis unterbrochen worden. Ein von den Arbeitgebern vorgelegtes Gesamtpaket war den Arbeitnehmervertretern nicht genug. Sie fordern 3,5 Prozent mehr Gehalt.

WKÖ-Handelsobmann Rainer Trefelik sprach hingegen von einem „sehr ausgewogenen Paket“. Mehr könne man nicht auf den Tisch legen, auch im Hinblick auf die wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronakrise, sagte er nach der Verhandlungsunterbrechung.

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