Handel will bei erhoffter Öffnung strenge Regeln einhalten

Sollte es nach den Beratungen der Regierung am Montag ab 8. Februar zur Öffnung des stationären Handels abseits lebenswichtiger Güter kommen, so bekräftigt der Handel, strenge Coronaregeln mitzutragen. „Wir würden der Einhaltung des Zwei-Meter-Mindestabstandes – Elefant statt Babyelefant – und 16 Quadratmetern pro Kundin entsprechen“, betonte der Handelsverband am Samstagabend. Auch das Angebot an FFP2-Masken würde man erweitern. Eine Woche Vorlaufzeit sei aber wichtig.

Der Handelsverband geht davon aus, dass die Konsumenten eine Öffnung nutzen würden, um Weihnachtsgeschenke umzutauschen und Warengutscheine sowie Geldgeschenke einzulösen. Diese erhofften Nachholeffekte würden die Lockdowns aber bei weitem wirtschaftlich nicht ausgleichen. Zudem würde ohne Öffnung der Gastronomie weiterhin pro Woche rund 250 Millionen Euro an Umsatzverlusten geben, so Handelsverbandsobmann Rainer Will.

Der gesamte Handel drängte zuletzt wie berichtet und naturgemäß immer stärker auf eine Öffnung. „Mit Teststrategien, Abstandhalten und FFP2-Masken wird der Öffnung der Weg geebnet“, hieß es zuletzt von der Handelsobfrau der Wirtschaftskammer Wien, Margarete Gumprecht.

„Jeder Tag zusperren bringt enorme Umsatzverluste“, machte sich auch der Obmann der Bundessparte Handel in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Rainer Trefelik, für ein Wiederöffnen am 8. Februar stark. Gleichzeitig forderte er aber einen Ausbau der öffentlichen Testinfrastruktur und einen „möglichst niederschwelligen“ Zugang zu den Coronatests. „Vor allem im ländlichen Raum gibt es noch viel zu wenig Testmöglichkeiten.“ Hier gelte es, so rasch wie möglich nachzubessern. „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen sich auf einfache Weise testen lassen oder auch selbst testen können, ähnlich wie es für Schüler vorgesehen ist“, forderte Trefelik.

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