Hartberg nach Sieg gegen Altach auf Platz 1 der Quali-Gruppe

TSV Hartberg hat am Dienstag die Tabellenführung in der Qualifikationsgruppe der Fußball-Bundesliga übernommen. Die Steirer feierten gegen SCR Altach einen 2:1-Heimsieg und lösten die Austria auf Rang eins ab. Die Wiener kamen gegen die Admira beim Trainer-Comeback von Klaus Schmidt bei den Niederösterreichern nur zu einem 0:0 und haben zwei Punkte Rückstand. Torlos endete auch das Abschlussspiel von Interimstrainer Georg Zellhofer bei Schlusslicht St. Pölten gegen SV Ried.

Mit dem Sieg gegen Altach liegen die Steirer zwei Punkte vor der Austria. Daniel Maderner brachte die Gäste in der 9. Minute in Führung, Tobias Kainz gelang 13 Minuten später der Ausgleich. „Joker“ Lukas Ried sorgte in der 85. Minute für die Entscheidung.

Für die Steirer war es der erste Sieg nach zuletzt zwei Unentschieden. Die Altacher hingegen holten aus den vergangenen vier Runden lediglich zwei Punkte und liegen nur noch drei Zähler vor Schlusslicht SKN St. Pölten.

Trotz zweier früher und schöner Tore verlief das Match über weite Strecken unspektakulär. Als schon alles auf ein Unentschieden hinauszulaufen schien, schlug Hartberg noch einmal zu. Der eingewechselte Ried nahm sich eine Vorlage von Rep exzellent mit und schloss überlegt per Flachschuss ins lange Eck ab (85.).

Die Austria mussten sich zu Hause gegen die Admira mit einem torlosen Remis begnügen. Die Südstädter trafen im ersten Spiel unter dem für die Mission Klassenverbleib reinstallierten Klaus Schmidt zweimal nur die Latte. Die Admira ist weiter Vorletzter mit ihrerseits zwei Punkten Vorsprung auf St. Pölten. Vier Runden sind noch zu spielen.

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Schmidt war am Wochenende aus der vor 14 Monaten ausgesprochenen Beurlaubung zurückgeholt worden und stellte seine Mannschaft gut auf den Gegner ein. Die Gäste standen mit Fünferkette sicher – und klopften nach einer halben Stunde erstmals an die Latte an. Der aufgerückte Abwehrchef Datkovic setzte aus einer kurzen Drangphase einen Kopfball ans Aluminium. Für die Austria war es ein Weckruf.

Ein Unterschied zwischen den beiden Mannschaften war auch nach Seitenwechsel nicht wirklich auszumachen. Die Austria hatte große Probleme, den Abwehrverbund zu knacken. Eine Viertelstunde vor Schluss hatte die Admira neuerlich Pech. Bei einem Kopfball des eingewechselten Maximilian Breunig an die Lattenunterkante fehlten nur Millimeter. Der Ball sprang noch deutlich vor der Torlinie wieder aufs Spielfeld zurück.

Torlos verlief auch das letzte Spiel von Georg Zellhofer als Interims-Trainer beim SKN St. Pölten gegen die SV Ried. Die Oberösterreicher sind in der Quali-Gruppe damit weiter ungeschlagen und können vor den abschließenden vier Runden mit acht Punkten Vorsprung auf Schlusslicht St. Pölten das Thema Abstieg wohl abhaken.

Zellhofer zieht sich nun wieder auf die Position des Sportdirektors zurück, am Mittwoch übernimmt Gerald Baumgartner die Mannschaft. Vor den Augen des neuen Trainers ging die gegenüber der 1:2-Niederlage in Ried vor drei Tagen an sechs Positionen veränderte Elf engagiert und spielbestimmend zu Werke. Gegen die kompakte Rieder Abwehrmauer fiel den Heimischen aber wenig ein.

Die Oberösterreicher lauerten auf Konter, die allerdings nur selten bis in den Strafraum führten. In der 40. Minute hatte das Team von Andreas Heraf aber Pech, als ein Tor von Marco Grüll wegen Abseits fälschlicherweise aberkannt wurde. Auch nach der Pause wurde ein chancenarmes Spiel ohne Höhepunkte geboten. Der SKN ist nun schon zehn Spiele sieglos und geht mit zwei Punkten Rückstand auf die Admira in das Kellerderby am Samstag.

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