Hausärzte schulen junge Kollegen

ÖGK und Ärztekammer für OÖ setzen auf Ärztementoring „neuAMstart“

Medical team of two professional doctors talking using digit
Medical team of two professional doctors talking using digit © fizkes – stock.adobe.com

Um offene Kassenstellen zu besetzen, gehen die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) und die Ärztekammer für Oberösterreich (ÄKOÖ) einen neuen Weg: Verstärkt sollen fertig ausgebildete Allgemeinmediziner aus anderen Arbeitsbereichen für Kassenverträge gewonnen werden. Viele von ihnen reizt eine (eigene) Arztpraxis. Aber nur wenige haben Einblick in den niedergelassenen Bereich und wagen den Umstieg. Ein neuartiges „Ärztementoring“ soll nun nun den Sprung in die Praxis erleichtern.

Kassenpraxis beim Routinier lernen

Die Gründung einer Kassenpraxis ist meist Neuland. Das gilt auch für erfahrene Allgemeinmediziner, die bereits in Betrieben, Behörden oder Spitälern tätig sind: Sie haben großes medizinisches Know-how, doch die Hausarzt-Rolle ist den meisten fremd. Viele zögern daher vor dem Sprung in die Praxis. Das neue Ärztementoring gibt die nötige Sicherheit für den beruflichen Wechsel.

Das Prinzip ist einfach: Erfahrene Hausärztinnen und Hausärzte schulen als Mentoren die neuen Kolleginnen und Kollegen (Mentees) in die Praxis ein — wortwörtlich. Der kollegiale Wissensaustausch über mindestens drei Monate baut Unsicherheit ab und erleichtert dem Mentee die spätere Führung der eigenen Kassenpraxis. Plakativer Titel des Mentoring-Projekts: „neuAMstart“.

Die Idee „Hausärzte schulen neue Hausärzte“ funktioniert tatsächlich gut, wie mehrere Pilotprojekte in Oberösterreich zeigen. „Mit dem Mentoringprogramm gebe ich als erfahrener Hausarzt mein fachliches und unternehmerisches Wissen weiter“, sagte etwa Kurt Roitner, der auf diese Weise auch seine Nachfolge sichern möchte.

Albert Maringer, Vorsitzender des ÖGK-Landesstellenausschusses, betont die Bedeutung von „neuAMstart” für die flächendeckende hausärztliche Versorgung in OÖ. „Für die Mentoren ist es zudem eine große Chance, ihr Wissen weiterzugeben und mit einem zusätzlichen Mediziner in der Ordination eine Arbeitsentlastung zu haben“, erklärt Wolfgang Ziegler, stv. ÄKOÖ-Kurienobmann der niedergelassenen Ärzte.

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